Elektrifizierung frühestens 2024

In den nächsten Wochen soll es ein Meeting zwischen den Bürgermeistern und Vertretern der Österreichischen Bundesbahnen geben. Thema ist die Elektrifizierung.

Erstellt am 10. Juni 2021 | 06:13
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Der Bahnübergang an der Kreuzung Laritzgraben - Hohenbruggerstraße, ist für viele Landwirte und Bauern der schnellste Weg zu den Feldern. Einen Schranken gibt es hier (noch) nicht.
Foto: David Marousek, David Marousek

Von der geplanten Takterhöhung der Bahnverbindung Sankt Gotthard - Graz ist schon seit Jahren zu hören. Auch das Thema „Elektrifizierung“ lässt manchen Pendler schulterzuckend zurück.

Laut ÖBB soll die schnellere Verbindung in die steirische Landeshauptstadt und nach Ungarn aber wirklich Realität werden: „Das Vorhaben wurde im Rahmenplan 2021 - 2026 festgehalten. Die Umsetzung ist aus heutiger Sicht von 2024 bis 2028 vorgesehen. Der Beginn der Einreichplanung ist für das 4. Quartal 2021 geplant“, heißt es von den Bundesbahnen.

Die Elektrifizierung sei eine Voraussetzung für den angestrebten „Taktfahrplan mit Knotenanbindung Graz“ und eine Taktverdichtung. Auch Südburgenland-Manager Werner Unger bestätigt das Vorhaben der ÖBB: „Es ist nichts aufgeschoben.“

Südburgenland-Meeting mit Bürgermeistern

Deshalb wird sich Unger in den nächsten Wochen mit den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden Jennersdorf, Weichselbaum und Mogersdorf treffen.

„Da wird es ein Update-Meeting geben. Bis 2027 soll eigentlich alles elektrifiziert sein“, so der Südburgenland-Manager.

Schnellere Züge dank Stromleitungen

Was bei der ganzen Diskussion um schnellere Taktung nicht vergessen werden darf, ist die Tatsache, dass ein flotterer Zug (rund 160 Stundenkilometer im Vergleich zur Diesellok mit maximal 120 Stundenkilometer) nicht bei jedem Bahnübergang stehen bleiben möchte. Sonst ist der Geschwindigkeitsvorteil schnell dahin. Deshalb werden in den nächsten Jahren sicherlich Bahnübergänge zwischen Jennersdorf und Sankt Gotthard geschlossen.

Nicht jeder Übergang wird erhalten bleiben

„Wir reden aktuell mit den Gemeinden, was wir mit den Feldwegen zwischen Jennersdorf und Mogersdorf machen“, erklärte Unger. Auch Jennersdorf-Bürgermeister Reinhard Deutsch bestätigte die Überlegungen: „Es werden sicher Übergänge geschlossen werden oder mit Schranken versehen. Da gibt es ganz klare Regelungen, was alles zumutbar ist.“

Vor allem für viele Landwirte aus dem Bezirk und der angrenzenden Steiermark, sind die Bahnübergänge der schnellste Weg für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Felder . „Diese Problematik gibt es aber eher in der Steiermark“, so Südburgenland-Manager Werner Unger.