Gemeinderatswahl: Wer kandidiert wo?

Erstellt am 11. August 2022 | 05:14
Lesezeit: 3 Min
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Fabio Halb, geht ohne Gegenkandidat ins Rennen.
Foto: SPÖ Mühlgraben.
Im Bezirk Jennersdorf treten fünf Parteien und vier Bürgerlisten bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 2. Oktober an. Einiges bleibt gleich, die MFG sorgt für eine Überraschung.
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Am 5. August um 13 Uhr endete die Frist für die Einbringung von Wahlvorschlägen für die Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen am 2. Oktober. Damit ist klar, welche Parteien und Bürgermeisterkandidaten in den Gemeinden zur Wahl stehen.

Kein Gegenkandidat für Fabio Halb in Mühlgraben

SPÖ und ÖVP werden im Bezirk in allen zwölf Gemeinden kandidieren, wobei die SPÖ überall einen Bürgermeisterkandidat stellt, die ÖVP in Mühlgraben auf einen verzichtet (siehe Infobox). Damit geht mit dem amtierenden Bürgermeister Fabio Halb, nur ein Kandidat ins Rennen. Die FPÖ tritt in Mogersdorf, Jennersdorf, Minihof-Liebau, Eltendorf, Rudersdorf und Weichselbaum an, in den beiden letztgenannten allerdings ohne Bürgermeisterkandidat. Die Grünen werden nur im Bezirksvorort antreten, die NEOS im ganzen Bezirk nirgends.

MFG überraschend stark vertreten

Für die größte Überraschung sorgte die MFG, da sich fünf der 17 burgenländischen Gemeinden, in denen sie kandidiert, im Bezirk Jennersdorf befinden. In Neuhaus am Klausenbach, St. Martin an der Raab, Jennersdorf, Mogersdorf und Rudersdorf tritt sie zur Gemeinderatswahl an und in Neuhaus stellt sie sogar einen Bürgermeisterkandidaten. „Wir wollen für mehr direkte Demokratie sorgen, sozusagen sollen die Leute selbst Politik machen. Die Corona-Thematik spielt bei uns in den Gemeinden nur eine kleine Nebenrolle“, so Landessprecher Helmut Eller. Darüber hinaus gibt es in unterschiedlichen Gemeinden zusätzliche Listen: In Deutsch Kaltenbrunn tritt die Liste KARO sowohl zur Gemeinderats- als auch zur Bürgermeisterwahl an, dasselbe gilt für JES in Jennersdorf und für die FBL in Eltendorf und Heiligenkreuz. Die Liste K.L.A.U.S in Königsdorf stellt sich nur der Gemeinderatswahl. „Unser übergeordnetes Ziel ist, für mehr Transparenz in den Gemeinden zu sorgen. Beispielsweise wollen wir Gemeinderatssitzungen per Livestream übertragen“, so der Landeskoordinator des „Unabhängigen GemeindeVetreterForums“ im Bezirk, Christian Schaberl.

Fünf Gemeinden unverändert

In Eltendorf, Heiligenkreuz, Königsdorf, Minihof-Liebau und Weichselbaum treten zur Gemeinderatswahl die selben Parteien wie 2017 an. Die FPÖ kandidiert nicht mehr in St. Martin an der Raab und Deutsch Kaltenbrunn, die Bürgerliste Unabhängige Liste Zukunft St. Martin an der Raab und die Bürgerliste Unser Mühlgraben fehlen ebenfalls auf den Wahlzetteln.

Neue Bürgermeister garantiert

Auf jeden Fall einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin wird es in Weichselbaum und Eltendorf geben. In ersterer Gemeinde hat sich Willi Herbst (ÖVP) entschieden nicht mehr zu kandidieren, statt ihm stellt sich Harald Brunner der Wahl. In Eltendorf gab Josef Pfeiffer (ebenfalls ÖVP) seinen Rücktritt bekannt, an seiner Stelle kandidiert Hannes Siemeister.

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