ÖVP sammelt Unterschriften für LKW-Fahrverbot auf L116. Eltendorf, Königsdorf und Heiligenkreuz habe Gegengutachten fertiggestellt. ÖVP-Ortsparteien starten trotzdem eigene Initiative.

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. September 2018 (04:17)
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Mario Trinkl
Enttäuscht. Königsdorfs Bürgermeister Mario Trinkl (SPÖ), der sich für die überparteiliche Zusammenarbeit stark gemacht hat, ist vom ÖVP-Alleingang verrärgert. „Schade, dass sachkräftige Argumente jetzt politisch missbraucht werden“, so Trinkl.
zVg

Das geplante Lkw-Fahrverbot auf der L116 sorgt seit Wochen bei den Gemeinden im Lafnitztal für große Aufregung. Das Land Burgenland hat im Mai einem Lkw-Fahrverbot zugestimmt, der Verkehr soll künftig über die Gemeinden Heiligenkreuz, Eltendorf und Königsdorf über den Henndorfer Berg nach Jennersdorf und weiter zur Staatsgrenze geleitet werden.

Wie von den Gemeinden angekündigt wird in der kommenden Woche ein Gegengutachten an die Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf übermittelt, inbegriffen die Zahlen aus einer aktuellen Verkehrszählung, die laut Königsdorfs Bürgermeister Mario Trinkl, einen stetigen Anstieg des Schwerverkehrs bestätigen. Verärgert zeigen sich die SPÖ-Ortschefs aus Königsdorf und Heiligenkreuz jetzt von einer Initiative der ÖVP-Ortsparteien der drei betroffenen Gemeinden. In einer Postwurfsendung an jeden Haushalt fordern die ÖVP-Politiker Gemeindebürger auf, gegen das Fahrverbot mittels Unterschrift zu stimmen.

„Wir wollen damit nur etwas bewegen.“ Eltendorfs Bürgermeister Josef Pfeiffer (ÖVP)

Grundsätzlich auch im Sinne der SPÖ-Ortschefs, aber ohne dessen Wissen. „Ich finde es schade, dass sachkräftige Argumente jetzt parteipolitisch missbraucht werden. Die überparteiliche Zusammenarbeit hat in dieser Causa für durchwegs positive Reaktionen gesorgt und wird jetzt in ein schlechtes Licht gestellt“, ärgert sich Königsdorfs Ortschef Mario Trinkl (SPÖ). „Es geht hier um eine massive Mehrbelastung in Sachen CO2-Ausstoß und Lärm.

Für eine Ausweichroute, die knapp sieben Kilometer über Berg und Tal führt, gibt es keine Rechtfertigung“, meint Pfeiffer, der gemeinsam mit seinen ÖVP-Kollegen „ nur etwas bewegen will.“