S7-Gewerbepark: Nur noch ein Vertrag fehlt

Mit 28 Eigentümern gibt es laut Südburgenland-Manager Werner Unger für den Gewerbepark zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn bereits Optionsverträge.

Erstellt am 15. April 2021 | 06:26
440_0008_8061292_owz15david_lokal_bjen_s7_gewerbepark_un.jpg
Südburgenland-Manager Werner Unger hat alle Planungen im Blick. Für die zahlreichen S7-Abfahrten hat er gleich mehrere Ideen.
Foto: David Marousek, David Marousek

Aktuell werden gerade die letzten Grundstücksverhandlungen finalisiert. Nur noch mit einem Eigentümer gibt es keine Einigung. „Sobald die Widmungen durch sind, kaufen wir“, erklärt Südburgenland-Manager Werner Unger. Auf rund 18 Hektar wird der erste interkommunale Gewerbepark zwischen Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn errichtet. Zusätzlich sollten noch weitere Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite angekauft werden, davon wird jetzt jedoch Abstand genommen. „Das ist keine Option mehr, da das alles Hochwassergebiet ist“, erklärt Unger die Überlegungen.

Im Gegenzug soll das bestehende Gewerbegebiet an der Ortseinfahrt in Deutsch Kaltenbrunn dazukommen. Das soll laut Unger noch einen weiteren großen Vorteil für das Projekt bringen: „Wenn jetzt jemand kommt und sagt er möchte bei uns ansässig werden, dann kann er heute schon im aufgeschlossenen Gewerbegebiet bauen.“ Die Gesellschaft für den neuen interkommunalen Gewerbepark sei bereits gegründet. Eine Generalversammlung stehe an, die Terminfindung sei durch die aktuellen Corona-Auflagen jedoch schwierig.

„Wir wollen damit keinen Gewinn machen“

Über die Wirtschaftagentur Burgenland wird das Konzept des Gewerbeparks anschließend an Interessenten und Projektentwickler vermarktet. „Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben. Wir wollen keinen Gewinn machen, sondern anschließend ‚break-even‘ aussteigen.“

Die insgesamt zwölf Gemeinden des Bezirks sind mit insgesamt 30 Prozent am Projekt beteiligt, die Kommunalsteuer soll anschließend aufgeteilt werden, wobei die Standortgemeinden Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn den größten Teil bekommen sollen. Auch die Gemeinde Königsdorf zeigte sich immer an einem Gewerbestandort interessiert. „Wenn Rudersdorf und Deutsch Kaltenbrunn fertig sind, dann können wir auch Königsdorf angehen“, erklärt Unger. Die Nähe zur steirischen Stadt Fürstenfeld scheut Unger nicht: „Wir sind schon in Konkurrenz, aber es ist genug Platz für beide. Wir haben den Vorteil, als Land mit den Förderungen zu tun zu haben.“

„Will einen McDonalds in Heiligenkreuz“

Doch nicht nur das entstehende Gewerbegebiet soll interessant für Unternehmen werden, sondern auch die zahlreichen S7-Abfahrten, die durch den Schnellstraßenbau entstehen. Gerade für Tankstellen stellen diese Knotenpunkte oft interessante Standorte da.

Einen persönlichen Wunschtraum hat der Südburgenland-Manager für die Abfahrt in Heiligenkreuz: „Ich will in Heiligenkreuz einen McDonalds.“ Die nächsten Standorte des Unternehmens sind aktuell in Fürstenfeld und Oberwart. Konkurrenz für die heimischen Wirte soll das Franchise keine darstellen.