Trendwende am Arbeitsmarkt hält an

Im Vergleich zum September 2016 ist die Arbeitslosigkeit um 28,6 Prozent rückläufig. Derzeit sind 300 Personen arbeitslos.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 08. November 2017 | 05:40
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394.511 Personen im Mai ohne Job
394.511 Personen im Mai ohne Job
Foto: APA (Pfarrhofer)

Es gibt weiterhin „beste Nachrichten“ vom Arbeitsmarkt im Bezirk Jennersdorf, der aus der insgesamt positiven Entwicklung im Burgenland deutlich herausragt. Mit 28,6 Prozent weniger Arbeitslosen im September gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres verzeichnet der Bezirk zum vierten Mal in Folge den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit unter allen burgenländischen Bezirken.

Wirtschaftswachstum kurbelt Jobmarkt an

Zurückzuführen ist das laut AMS-Chef Harald Braun auf das derzeitige Wirtschaftswachstum und Maßnahmen wie den Beschäftigungsbonus, die Aktion 20.000 und die überbetriebliche Facharbeiterausbildung, die in der Region Wirkung zeigen.

„Aber auch von der Expansion der Firma Magna in Graz profitiert der Bezirk enorm. Derzeit werden in allen Branchen Mitarbeiter gesucht, auch das schlägt sich in einer hohen Vermittlungsrate nieder“, erklärt Braun, der aber eine baldige Stagnation vorhersieht. „Die Arbeitslosenquote im Bezirk liegt derzeit bei fünf Prozent, was extrem niedrig ist. Bei vier Prozent sprechen wir bereits von Vollbeschäftigung“, weiß Braun.

"Aktion 20.000" ein Erfolg

Auch die Aktion 20.000 ist für die niedrige Quote im Bezirk besonders ausschlaggebend. „Wir haben für diese Aktion überproportional Fördermittel zur Verfügung gestellt bekommen, was extrem wichtig war. Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 50+ ist immerhin um 21,4 Prozent rückläufig“, freut sich der AMS-Chef.

Auch seitens der Politik ist man von den Zahlen begeistert. „Das Burgenland hat sich als Wirtschaftsstandort hohe Attraktivität erarbeitet. Die angekündigte Entbürokratisierungsoffensive wird in dieser Hinsicht noch ein großes Stück voranbringen“, ist SPÖ-Bezirksvorsitzender Ewald Schnecker zuversichtlich, der auch hinsichtlich des Baustarts für die S7 zusätzlichen Rückenwind sieht. „Die Aufbruchstimmung müssen wir nutzen, um die Trendwende am Arbeitsmarkt nachhaltig abzusichern“, meint Schnecker.