Gemeinderat Jennersdorf: Welche Projekte entstehen 2022?

Am kommenden Donnerstag tagt der Gemeinderat zur großen Budgetsitzung in der Mittelschule Jennersdorf. Eine Gebührenerhöhung und Indexanpassung sei nicht geplant.

Erstellt am 11. Dezember 2021 | 05:21
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Budget 2022 Symbolbild
Foto: shutterstock.com/Dmitry Demidovich

Die Budgetsitzungen sind traditionell immer sehr langwierige Angelegenheiten. Am kommenden Donnerstag ist es im Turnsaal der Mittelschule Jennersdorf wieder so weit und die Parteien diskutieren über das anstehende Budget für 2022. Bürgermeister Reinhard Deutsch und seine Bürgerliste JES haben ihre Ziele klar abgesteckt: „Unsere Hauptpunkte sind der Kindergartenausbau, der Hochwasserschutz und, wenn möglich, eine Sanierung des Gemeindeamtes.“ In der Stadtratsitzung sei bereits zwischen den Fraktionen diskutiert worden.

Was quer durch die Ortsparteien klar ist: Eine Kanal- und Wassergebührenerhöhung soll es in diesem Jahr nicht geben.

Wobei Deutsch hier noch anmerkt: „Es kann sein, dass die Gemeindeaufsicht uns hier noch eine Aufforderung zur Erhöhung schickt. In Jennersdorf waren wir uns aber einig.“ Zu den restlichen Gebühren (beispielsweise Mieten, Freibadtarife, Campingtarife) habe der Ortschef noch keine Rückmeldungen der Parteien erhalten.

ÖVP bleibt mit Plänen noch im Geheimen

Nicht in die Karten schauen lassen wollte sich die ÖVP und Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner: „Ich will unsere Pläne noch nicht verraten, aber auf den 100-Euro-Heizkostenzuschuss bestehen wir wieder. Da wollen wir einen Antrag stellen.“

Lechner übernimmt übrigens mittlerweile auch den freigewordenen Posten im Abwasserverband Südliches Raabtal als Vorstandsmitglied als Nachfolgerin von Bernhard Hirczy.

FPÖ weiter für Müllplatz „rund um die Uhr“

Oberste Priorität der Freiheitlichen im Budget hat der Ausbau des Altstoffsammelzentrums um rund 80.000 Euro. „Das wollen wir reinreklamieren, damit die Leute nicht ständig nach Heiligenkreuz fahren müssen. Es soll nach dem Fürstenfelder Vorbild passieren und auch einen Tag für Sperrmüll im Monat reserviert sein“, erklärte Gemeinderätin Gerda Poglitsch. Der Rest der Budgetplanungen soll noch am kommenden Sonntag, nach Lockdown-Ende, gemeinsam besprochen werden.

SPÖ und Grüne haben gemeinsame Pläne

Johanna Freudlsperger-Sagl (Grüne) sieht Handlungsbedarf: „Wir wollen etwas für das Gesundheitszentrum machen, damit wir Arztpraxen herrichten können. Auch für das Gemeindeamt-Neu, sowie das Projekt „Hauptstraße 7“ sollte etwas drin sein und das Hochwasserprojekt und den Kindergarten.“ Peter Mut (SPÖ): „Rund 300.000 Euro sollen für das Projekt ‚Hauptstraße 7‘ reinreklamiert werden, wobei es hier Förderungen von mindestens 50 Prozent gibt. Beim Rest gehen wir mit dem Budget mit.“