Schießplatz Eltendorf: Laut Jagdverband kein Ende

Der burgenländische Jagdverband ist sich sicher, dass für den Schießstand kein Aus droht. Die Bürgerinitiative sieht das anders.

Erstellt am 30. September 2021 | 05:46
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Aktuell wird in Eltendorf, wenn auch bei einem veränderten Parkour, geübt und geschossen.
Foto: Marousek

Seit über einem Jahr gibt eines eine Bürgerinitiative, die sich offen gegen den Schießplatz ausspricht. Mittlerweile habe man laut Sprecher Johann Marth auch die Volksanwaltschaft eingeschaltet. Auch der Gemeinderat sprach sich in den letzten Monaten energisch gegen den Schießplatz aus.

Gelassen sieht es Roman Leitner, Landesjägermeister im Burgenland: „Eltendorf ist komplett gesetzeskonform. Wir brauchen das Areal für die Ausbildung. Eltendorf kann nicht geschlossen werden.“ So ruhig ist Roland Petz, Obmann des ansässigen Vereins, noch nicht: „Erledigt ist noch gar nichts, wir warten auf das Gutachten, aber es sieht nicht so schlecht aus. Angst vorm Zusperren habe ich nicht.“

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Bezirkshauptmann Hermann Prem dazu: „Das Gutachten des Sachtverständigen steht noch aus und wird auch noch etwas dauern.“

Was passiert mit den Liegenschaften?

Doch was würde bei der beschlossenen Auflösung des Jagdverbandes mit 31.12.2022 mit dem Gelände passieren, welches im Besitz des Verbandes ist? Darüber scheiden sich die Geister. Für den Landesjägermeister ist klar: „Der Jagdverband Burgenland ist offizieller Nachfolgeverein des burgenländischen Jagdverbandes. Wir haben Vorkehrungen in unseren Strukturen getroffen, dass Vermögen übertragen zu können.“ Obmann Roland Petz dazu: „Der Verband hat öffentlich-rechtlichen Status, das geht normalerweise an das Land.“ Vom zuständigen Büro Schneemann heißt es: „Wir sind uns sicher, dass alles ausjudiziert worden ist, ähnlich wie bei den Sozialversicherungen damals. Das Vermögen gehört der Allgemeinheit und somit dem Land.“ Es habe auch schon zwei Schreiben an den Verband gegeben, dass die vorgehensweise den Tadbestand der Untreue erfüllen würde. Fraglich ist auch, wo die Jungjägerausbildungen stattfinden sollen. Der nächste burgenländische Schießplatz ist Pinkafeld, doch Schießstättenleiter Robert Pawel erklärt: „Wir haben 2016 schon den Oberpullendorfer Bezirk ‚geerbt‘, wenn der Süden zu uns kommt wird es schwer.“ Das Büro Schneemann dazu: „Es wird aber auch künftig optimale Möglichkeiten zur Ausbildung der Jungjäger geben.“