Verhärtete Fronten rund um Schießplatz in Eltendorf. Eine Entscheidung seitens der Behörde ist aktuell noch nicht gefallen. Vereinsobmann Roland Petz bleibt weiter zuversichtlich.

Von David Marousek. Erstellt am 15. Oktober 2020 (06:19)
Symbolbild
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Seitens der Bezirkshauptmannschaft fand zuletzt eine Vorbesprechung bezüglich der Schießplatz-Problematik in Eltendorf statt. „Es gab eine Vorbesprechung, wo der Stand der Sache dargelegt wurde. Jetzt wird das ein oder andere Gutachten eingeholt, wie zum Beispiel bezüglich des Lärms“, erklärte Bezirkshauptmann Hermann Prem.

Dieses Lärmgutachten könnte jedoch erst im kommenden Jahr angefertigt werden, da die Schießsaison vor dem Ende steht. Bereits Anfang August formierte sich eine Bürgerinitiative im Ort, die gegen den Schusslärm protestierte. Die Bewegung „Initiative Schießplatz“ forderte eine Schließung oder zumindest eine Verlegung des Platzes, da unter anderem die Lärmbelästigung zu hoch sei.

„In Punkto Lärm habe ich keine Angst“

Obmann Roland Petz ist guter Dinge, dass der Schießstand auch weiterhin geöffnet bleiben darf.
Jagdverein

Nun hat der Südburgenländische Jagd- und Schießverein einige Vorkehrungen getroffen. „Wir haben den Kurs mit den Wurfmaschinen umgestellt, damit nichts mehr den Platz verlassen kann. Ein Fangnetz erübrigt sich sogar. Wir sind natürlich positiv eingestellt, wir machen ja nichts Schlechtes“, erklärte Vereinsobmann Roland Petz.

Auch der Lärm sei nun „kein Problem“ mehr: „Schon die letzten Lärmmessungen lagen alle im grünen Bereich, aber jetzt sind wir noch besser aufgestellt. Wir haben auf alle Anschuldigungen entsprechend reagiert.“

„Es ist jetzt lauter als vor der Errichtung“

Ganz anders sieht das Josef Marth, Sprecher der Bürgerinitiative: „Ich war am Samstag im Wald und da gingen wieder Schrotkugeln nieder.“ Es hätte erst neulich wieder eine Anzeige gegen Unbekannt gegeben.

„Es fliegt immer noch Schrot drüber. Wir haben eine Unterschriftenliste angefertigt und über 400 Eltendorfer haben unterzeichnet“, erklärt Marth. Das seien fast die Hälfte aller Eltendorfer. Von den bisherigen Bemühungen sei Marth nicht überzeugt: „Seit aufgeschüttet wurde, ist der Lärm noch lauter als zuvor geworden. Es gibt nur eine Lösung: Zusperren oder einen anderen Platz suchen.“