Wasserverband Unteres Lafnitztal wird geprüft

Der Bundesrechnungshof prüft die Gebahrung des Wasserverbandes. Die Gründe könne man nicht sagen.

Erstellt am 07. Oktober 2021 | 06:01
Prüfung Aktenprüfung Abrechnung
Symbolbild
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Der Bundesrechnungshof prüft aktuell den Wasserverband Unteres Lafnitztal. Über die Gründe kann Obmann Franz Kazinota (SPÖ) nur munkeln. „Selbst auf meine Nachfrage bei den Mitarbeitern, die sich von Montag bis Mittwoch vor Ort befunden haben, konnte ich nicht erfahren, warum diese Prüfung stattfindet“, so Kazinota, der dem Ergebnis gelassen entgegensieht.

„Ich finde es sogar gut, dass man regelmäßig prüft, ob es der Landes- oder Bundesrechnungshof ist“ Obmann Franz Kazinota

„Wie auch die Beschaffenheit des Wassers ist, nämlich transparent, sehe ich auch meine Aufgabe als Obmann“, so Kazinota, der aber auch meint, dass es so eine Prüfung zwar nicht alltäglich sei, aber trotzdem ein normaler Vorgang. „Ich finde es sogar gut, dass man regelmäßig prüft, ob es der Landes- oder Bundesrechnungshof ist“, erklärt der Obmann.

Hinter vorgehaltener Hand tauchen indes vermehrt Gerüchte auf, dass die Prüfung des Bundesrechnungshofes mit möglichen „Unregelmäßigkeiten in der Gebahrung“ des Verbandes zusammenhängt. Zur Erinnerung: Tobajs Bürgermeister Helmut Kopeszki (VP) hat vor mehr als zwei Jahren in seiner Aufgabe als Prüfungsobmann des Wasserverbandes, die Gemeindeabteilung um „Hilfe gebeten“, da er die Kreditaufnahme des Verbandes für die Schuldentilgung der Marktgemeinde Rudersdorf als undurchsichtig beurteilt habe.

Für Obmann Kazinota ist das hingegen kein „intransparentes Verhalten“ gewesen. „Wir unterliegen als Verband nicht der Gemeindeordnung, sondern dem Wasserrecht. Mit der Aufnahme des Kredits haben wir niemanden geschädigt“, rechtfertigt der Obmann das damalige Vorgehen. Noch dazu, so Kazinota, habe es dafür einen einstimmigen Beschluss aller Mitgliedsgemeinden gegeben.

In den nächsten drei bis vier Wochen erwartet der Wasserverband jedenfalls einen ersten Zwischenbericht des Bundesrechnungshofes. „Mit dem Abschlussbericht könne man hingegen erst in einem Jahr rechnen“, so Kazinota.