Schutzkonzept gegen Hochwasser erarbeitet. Die Schäden im letzten Sommer ließen die Marktgemeinde Deutsch Kaltenbrunn ein Schutzkonzept mit 13 Maßnahmen erarbeiten.

Von David Marousek. Erstellt am 28. Januar 2021 (06:17)
Zahlreiche Bachbette wurden von Verschlammungen befreit und gereinigt.
Marktgemeinde

Schon das ganze Jahr über, ist die Marktgemeinde mit der Behebung der schweren Unwetterschäden aus dem Vorjahr beschäftigt. Vor allem der Starkregen, zog große Teile des Bezirks in Mitleidenschaft. Auch in den kommenden Wochen wird laut eigenen Aussagen noch einiges aufzuarbeiten sein.

Erdrutsche, Verklausung und Forstschäden

Bis jetzt konnten schon diverse Böschungen, die durch Erdrutsche in Mitleidenschaft gezogen wurden, saniert werden. Zusätzlich wurden auch Straßen und Wege saniert, sowie Verklausungen beseitigt. Auch in den Wäldern kam es durch die Stürme und Regenfälle zu Schäden. „In Summe wurden bisher über 50.000 Euro in die Sanierung der Schäden investiert. Ein Teil davon, ist durch Zahlungen aus dem Katastrophenfonds des Landes Burgenland gedeckt“, heißt es von der Gemeinde. Unter anderem wurden dafür Hänge mit Schotter und Steinen gesichert oder Bachbette und Gräben von Vereinigungen befreit. Damit solche Szenarien nicht mehr vorkommen, wird es in den nächsten Jahren eine präventive Lösung geben.

Hochwasserschutz mit 13 Einzelmaßnahmen

Rund 400.000 Euro will die Marktgemeinde nun investieren. Gemeinsam mit Mikovits & Partner aus Güssing, wurde nun ein Schutzkonzept erarbeitet. Mit 13 Einzelmaßnahmen, sowie drei Retentionsbecken, soll vorsorglich gehandelt werden. Weiters wird das Regenwasser- und Kanalnetz erweitert werden. Das Projekt soll in den nächsten zwei bis drei Jahren umgesetzt werden.

„Der Schutz unserer Bevölkerung vor neuerlichen Überschwemmungen hat für uns höchste Priorität. Das Schutzprojekt vom „Hochwasser-Experten“ Mikovits wird dafür sorgen, dass unsere Gemeinde bestens für zukünftige Schadenslagen gerüstet sein wird“, fasste Bürgermeisterin Andrea Reichl zusammen.

Der Ortsbevölkerung soll das Projekt ebenfalls noch näher gebracht werden. Dafür soll ein eigener Informationsabend von der Gemeinde organisiert werden, was aktuell jedoch noch nicht möglich ist. Nach den Lockerungen der Covid-Schutzbestimmungen, sollen der Ortsbevölkerung dann die Überlegungen des Projekts nähergebracht werden.