iMS-Jennersdorf hat seit zehn Jahren iPads. Aus dem Pilotprojekt wurde ein fester Bestandteil im Unterricht. Jennersdorf war damals die erste iPad-Klasse Österreichs.

Von David Marousek. Erstellt am 16. Oktober 2020 (05:04)
Mit 27 iPads begann die Jennersdorfer Erfolgsstory. Zehn Jahre später ist das Gerät nicht mehr aus dem Unterricht wegzudenken.
NMS

Im Juli 2010 wurde das Tablet-Gerät „iPad“ der amerikanischen Firma Apple in Österreich eingeführt. Zwei Monate später wurden schon 27 Geräte an die iMS-Jennersdorf übergeben. „Was an diesem Tag vor zehn Jahren als visionäres Pilotprojekt begann, ist mittlerweile Alltag an der iMS Jennersdorf“, heißt es vonseiten der Schule. Direktor Hannes Thomas überzeugte damals das Bildungsministerium und gründete somit die erste iPad-Klasse Österreichs. Auch heute habe die Schule noch eine „andauernde Vorreiterrolle der Schule in Sachen Digitalisierung und digitalen Lernformen.“

Jennersdorf auf Website von Apple präsent

Durch diesen Pilotversuch schaffte es die Schule sogar auf die Webpräsenz von Apple. Die damalige „Informatikhauptschule Jennersdorf, Austria“ wurde dort prominent als sogenannter „Bildungsleuchtturm“ beworben. Dabei fand sich Jennersdorf mit der „Cedars School of Excelence“ (Schottland), der „Punahu School“ (Hawaii) oder der „Munich International School“ in prominenter Gesellschaft.

Tafel und Heft immer noch ein Bestandteil

Auch wenn durch den Einsatz der elektronischen Geräte ein Mehrwert generiert wird, sind die klassischen „Schul-Werkzeuge“ nicht wegzudenken. Auch heute finden sich natürlich noch Schulhefte, Stifte und Tafeln in den Klassenräumen, auch wenn mittlerweile stetig durch Apps unterstützt wird.

Aktuell ist die Schule zu 100 Prozent mit iPads ausgestattet. Das betrifft mittlerweile nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch das gesamte Lehrpersonal. Dadurch gäbe es eine „Unterrichtsqualität, die sich damals, als das Projekt noch in den Kinderschuhen steckte, wohl niemand erträumen durfte“, heißt es seitens der iMS-Jennersdorf.