Kasperl geht ins Netz. Da aktuell keine Aufführungen des Puppentheater Sonnenscheins möglich sind, wechselt der Kasperl nun ins Internet.

Von David Marousek. Erstellt am 13. Dezember 2020 (06:39)

Das seit 2016 bestehende Puppentheater in Doiber hat normalerweise von November bis März Hauptspielsaison. Coronabedingt kann es in der Saison 2020/21 jedoch zu keinen Aufführungen kommen. Deshalb ist der Verein Team-Aktiv und das Puppentheater Sonnenschein auf die Idee gekommen, das ganze ins Internet zu verlagern.
Glückwünsche direkt an die Kinder möglich

Nun gibt es die Möglichkeit, für Kinder und Erwachsene personalisierte Kasperl-Glückwünsche zu bestellen. „Die Idee kam spontan, als wir für ein bestelltes Kasperlstück probten und wir vom Geburtstag des Kindes einer befreundeten Familie gesprochen haben“, erklärte Obmann Markus Halb.
Eigens auf die Wünsche des Kindes abgestimmt, wird ein Video gedreht, dieses anschließend geschnitten und mit Musik untermalt. „Wir hatten eine tolle Resonanz auf das Video und es anschließend öfter probiert. Sogar ein Papa hat schon einen Videogruß vom Kasperl bestellt“, erinnert sich der Vereinsobmann.

Videogruß soll gegen die Einsamkeit helfen

Aktuell müssten viele Kinder ihren Geburtstag und die Feiertage alleine feiern. Mit diesen lustigen Videogrüßen sollen die Kids wieder aufgemuntert werden.
Bei den Videogrüßen soll dabei ganz auf die Vorstellungen des Schenkenden und die Hobbies der Kinder eingegangen werden. Mit den rund 15 Handpuppen des Vereins, können zahlreiche Szenen nachgestellt werden. Dabei wird besonders auf das Alter des Kindes, den Anlass und auch Hobbies Rücksicht genommen.
„Wir brauchen einfach alle Informationen und Daten, die der Auftraggeber gerne im Video hätte. Zum Beispiel was die Kids gerne machen, ob sie Haustiere haben. Das wird dann umgesetzt“, erklärte Markus Halb. Eine Kostprobe können Interessierte auf der Website des Vereins bewundern (siehe Infoxbox). Die Stimmen werden dabei alle live eingesprochen.

Bühne und Hintergründe sind alle selbst gemacht

Während die Handpuppen aus Augsburg kommen, wurde die große Aufführungsbühne in Doiber angefertigt.
„Da hat uns der Künstler ‚Xö‘ hier sehr geholfen“, freute sich Halb. Die gemalten Hintergründe habe seine Cousine angefertigt. Rund drei Stunden vor einem Auftritt, befinde er sich bereits vor Ort, um die Bühne, Lichtanlage und Tontechnik aufzubauen.

Die Auftritte reichten bis jetzt von der Steiermark, dem Südburgenland bis hoch zum Neusiedlersee nach Oggau. „Einmal traten wir sogar in der Kohlberghalle in Gnas auf. Das ist eine riesengroße Halle, aber eine Stunde vor Beginn kamen schon die ersten Leute an. Am Ende hörten uns 2019 über 200 Personen in der Halle zu“, erinnert sich Halb an den bisher größten Auftritt.