Jennersdorf-Inzidenz fällt um fast 60. ​​​​​​​Die hohen Inzidenz-Werte im Bezirk Jennersdorf sind in aller Munde. Zuletzt wurden versehentlich Fälle doppelt gemeldet, diese wurden jetzt korrigiert. Dennoch ist der Wert viel zu hoch. Der ganze Bezirk soll jedoch nicht "abgesperrt" werden. Ab Montag wird das Testangebot in stark betroffenen Gemeinden deutlich verstärkt.

Von David Marousek. Erstellt am 11. März 2021 (15:57)
Die Bezirkshauptmannschaft hofft weiter auf die Einhaltung der Covid-Maßnahmen durch die Bevölkerung
Marousek

Laut Dashboard der AGES wies Jennersdorf in den vergangenen sieben Tagen einen Inzidenzwert von 491,3 auf. Somit ist der südlichste Bezirk landesweit trauriger Spitzenreiter in der Wertetabelle. Dieser Wert wurde jetzt laut Bezirkshauptmann Hermann Prem korrigiert: „Es gab doppelte Meldungen. Das Labor und wir haben die Werte übermittelt, diese wurden jetzt rausgenommen.“ Nun weist der Bezirk im Dashboard einen Wert von 432,8 auf. Immer noch deutlich über 400. 

Prem: "Maßnahmen nur lokal"

Am Mittwoch berichtete der Corona-Krisenstab von möglichen Ausreisebeschränkungen für die Region. Bezirkshauptmann Hermann Prem beruhigt vorsichtig: „Die Zahlen sind exorbitant gestiegen. Am Trend ist nichts zu rütteln, vieles ist auf die Mutationen zurückzuschieben. Aber wenn überhaupt, dann sind nur lokale oder teilweise Beschränkungen vorgesehen. Das wir den ganzen Bezirk absperren müssen, wird nicht so sein.“

Der Bezirkshauptmann bittet die heimische Bevölkerung weiter eindringlich, den Abstand einzuhalten und sich regelmäßig die Hände zu waschen. „Wir beobachten weiter die Inzidenzwerte in den Gemeinden“, so Prem. Auch der Corona-Krisenstab bittet weiter um Vorsicht: „Wir schauen wie sich die Inzidenz weiterentwickelt. Jeder kann mithelfen, die Inzidenz niedrig zu halten.“

Ab kommenden Montag soll es in den stark betroffenen Gemeinden ein deutlich verstärktes Testangebot geben.

Weitere Stimmen aus dem Bezirk

Mogersdorf-Bürgermeister Josef Korpitsch: "Wir machen vor jeder Sitzung die, die Gemeinde betrifft, einen Schnelltest. Aktuell haben wir gar keinen Fall dazu bekommen und nur fünf Personen, die gerade gesund werden."

Mühlgraben-Bürgermeister Fabio Halb: "Wir haben ein oder zwei positive Fälle bei uns. Das sind eher die Nachbargemeinden bei uns. Die Möglichkeiten zur Testung via Bus oder Teststraße, werden von der Bevölkerung gut aufgenommen."

Stadtapotheker Siegmund Mihellyes: „Wir kommen hier schon auf rund 200 Testungen pro Woche, da gab es erst einen positiven Test und der war nach einer PCR-Testung negativ."