Henndorf: Schulstart laut FPÖ im Herbst möglich. ÖVP und FPÖ treten weiter gemeinsam für die aktuell geschlossene und renovierungsbedürftige Volksschule in Henndorf auf.

Von David Marousek. Erstellt am 17. Juni 2021 (06:01)
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Die Jennersdorf ÖVP und FPÖ begutachteten noch einmal vor Ort die „Dorfschule“ im Ortsteil Henndorf. Ein Schulstart im Herbst seit, nach Rückfrage mit der Bildungsdirektion, laut FPÖ weiter möglich.
FPÖ, FPÖ

Zum Thema Volksschule in Henndorf hat sich nun auch FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig eingeschaltet: „Ich habe meiner Mannschaft in Jennersdorf vorgeschlagen, die von der Bezirkshauptmannschaft bemängelten Punkte über den Sommer kostengünstig zu beheben, damit die Schüler ab September wieder in der Kleinschule unterrichtet werden können.“

So sieht das auch Rudolf Smolej, Landesgeschäftsführer und FPÖ-Politiker aus Henndorf: „Der Schulstart wäre für einen geringen fünfstelligen Betrag möglich. Laut Bildungsdirektion ist es im Herbst, nach einer Begehung, möglich.“

Bildungsdirektion: „Das ist Sache der Gemeinde“

Ganz so leicht sieht das Bildungsdirektor Heinz-Josef Zitz nicht: „Das ist erst einmal Sache der Gemeinde. Unsere Planungen sind aber eigentlich abgeschlossen, wir gehen aktuell nicht von einem Schulbetrieb im Herbst aus.“ Auch die Lehrkörpereinteilung wäre bereits abgeschlossen.

Bürgermeister hebt die Kosten hervor

Von Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES) gibt es Kritik an Schwarz-Blau: „Die ÖVP und die FPÖ müssen sagen, wie man das finanzieren soll. Die geringfügigen Investitionen der FPÖ sind längst nicht so geringfügig. Der geringste Umbau kostet rund 360.000 Euro Brutto, laut einem Gutachten der ÖVP. Diese Gutachten und Planungen haben die Stadtgemeinde auch schon 6.300 Euro gekostet.

Zusätzlich gibt es 37.000 Euro jährlich an Schulerhaltungskosten. Wenn geglaubt wird, dass über die Gemeinde eine Privatschule betrieben wird, dann müssen die Parteien eben sagen, wie sie das finanzieren. Somit müsste ein Investor gefunden werden. Eisenstadt hat drei Volksschulen, wobei eine der katholischen Kirche gehört. Sonst kenne ich keine Gemeinde, die sich so etwas leistet.“