Neuer Nutzen für Schule in Jennersdorf

Die ÖVP kehrte von der ursprünglichen Meinung ab und plädiert jetzt für eine neue Nutzung des Schulgebäudes in Henndorf.

Erstellt am 19. August 2021 | 05:12
Schule Symbolbild
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Foto: lonndubh, Shutterstock.com

Da sich laut ÖVP die Kinder der Volksschule Henndorf, die aktuell in die Stadtschule gehen, immer mehr wohlfühlen, soll nun an einem Nachnutzungskonzept der sogenannten Dorfschule gearbeitet werden. „Das über 130 Jahre alte Schulgebäude soll einer neuen Nutzung zugeführt werden und somit Platz für Seminare, Veranstaltungen, Lesungen, Kunst und Kultur für die Bewohner aller Ortsteile bieten“, heißt es von Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner (ÖVP).

Der Ortsteil soll durch dieses Projekt aufgewertet werden. „Wir setzen uns mit den Elternvertretern und den Architekten am kommenden Montag zusammen“, erklärt Lechner. Im Spätherbst soll das Projekt schlussendlich auf Schiene gebracht werden. „Wenn das passt, dann soll der Umbau im Frühling starten“, ergänzt die Vizebürgermeisterin.

Teile des Budgets seien bereits reserviert

Nutzen will man unter anderem die 150.000 Euro, welche bei den Budgetverhandlungen in einer Stadtratsitzung für die Sanierung der Volksschule Henndorf beschlossen wurden. Man müsse jedoch ebenfalls beachten, dass den umliegenden Gastwirten mit dem neuen Projekt nicht geschadet wird. „Ich bin immer dafür, dass die Bevölkerung miteingebunden wird“, so Lechner abschließend.

Auch Vizebürgermeister Josef Feitl (JES) ist an einem Erhalt des Gebäudes interessiert. „Ich bin auch der Meinung, dass man das Gebäude erhalten soll. Ich habe das Thema auf die Tagesordnung im Bauausschuss getan, weil ich wissen wollte, was der aktuelle Stand ist“, so Feitl. Laut Vizebürgermeister liege der Ball aufgrund der Mehrheit im Gemeinderat sowieso bei der ÖVP.

„Die ÖVP hat aber bei der Bauausschusssitzung nicht wirklich gesagt, was sie jetzt mit dem Gebäude machen wollen. Ich bin aber auch dafür, dass man die Bevölkerung einbindet“, führt Feitl aus.

Was laut Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner nicht in Frage kommt, sind Wohnungen. „Wir wollen die größtmögliche Nutzung für alle. Seminare, Turnen oder Kabarett, was auch immer die Bevölkerung will. Aber wir wollen langfristig und gut planen. Viele Ideen bringen ein gutes Projekt“, so Lechner. Rudolf Smolej, Landesgeschäftsführer der FPÖ, dazu: „Prinzipiell ist eine alternative Schulform der Wunschgedanke, aber das Gebäude gehört auf jeden Fall erhalten. Wenn man hier eine halbe Million in ein Kulturforum investiert, dann gehört wie beim ‚Sportpalast‘ eine Projektmachbarkeitsstudie her.“