Bischof bittet um humanitäres Bleiberecht für Elias

Bischof Ägidius Zsifkovics, der gerade in Indien weilt, appelliert über Generalvikar Martin Korpitsch an die Österreichische Staatsspitze, für Elias Zafari humanitäres Bleiberecht  zu erwirken.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 03. Februar 2020 | 20:42
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
BVZ-Interview - Bischof Zsifkovics: „Keine Wohlfühlphase der Menschheit“
„Reduktion auf das Wesentliche.“ Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics im BVZ-Weihnachtsinterview.
Foto: Wolfgang Millendorfer

Wie die BVZ gestern online berichtete, wurde der Mogersdorfer Asylwerber Elias Zafari aus Afghanistan  von der Polizei abgeholt. Ihm droht morgen die Abschiebung. In einem offenen Brief an die Österreichische Staatsspitze, appelliert Bischof Ägidius Zsifkovics. Er fordert humanitäres Bleiberecht für den gut integrierten Zafari.

Nach Auskunft des Innenministeriums hieß es am Montagabend, auf Nachfrage der BVZ: „Aus datenschutzrechtlichen Gründen kann zum Einzelfall keine Auskunft erteilt werden.  Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass nur Personen mit einer rechtskräftigen Rückkehrentscheidung rückgeführt werden. Eine außerordentliche Revision gegen eine Rückkehrentscheidung vor einem Höchstgericht hat per se keine aufschiebenden Wirkung, sprich eine Außerlandesbringung kann durchgeführt werden.   Nur wenn von einem Höchstgericht aufschiebende Wirkung zuerkannt wird, wird die Rückführungsentscheidung nicht vollstreckt und damit keine Außerlandesbringung durchgeführt.“

Silvia Dolmanits, die Betreuerin von Zafari teilte der BVZ am Montag mit, dass sich Zafari momentan in der Wiener Rossauer Kaserne  in Schubhaft befindet. „Ich habe zig verschiedene Leute angerufen. Es hat lange gedauert bis ich endlich mit jemanden sprechen konnte, der wusste wo er sich befindet“, so Dolmanits. „Der außerordentliche Einspruch beim Verfassungsgerichtshof im Asylverfahren von Elias wurde an den Verwaltungsgerichtshof abgetreten. Dazu ist eine neue Eingabe notwendig und es gibt nun eine sechs-Wochen-Frist für diese Eingabe. Der Flug nach Afghanistan wurde vom 12. auf den 4. Feber vorverlegt. Wir haben große Angst, dass er abgeschoben wird, noch bevor die Eingabe beim Verwaltungsgerichtshof bearbeitet und in weiterer Folge entschieden ist“, bangt die Flüchtlingshelferin.