Bürgermeister setzt Fokus jetzt auf Uhudler

Erstellt am 07. April 2022 | 04:19
Lesezeit: 3 Min
Nach zehn Jahren ist für Josef Pfeiffer Schluss als Bürgermeister von Eltendorf. Jetzt will der Lehrer der landwirtschaftlichen Fachschule in Güssing seine Uhudlererzeugung weiter forcieren.
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Eigentlich ist es fast schon Tradition in Eltendorf, dass es alle zehn Jahre einen Bürgermeisterwechsel gibt. Alexander Wiesner war von 2002 bis 2012 im Amt, Rudolf Mirth von 1992 bis 2002 und auch der amtierende Ortschef Josef Pfeiffer wird zehn Jahre nach seiner Wahl 2012 sein Amt im Herbst ruhen lassen.

„Es ist keine persönliche Geschichte. Als Full-Time-Job hätte ich das vielleicht länger gemacht, das Amt des Bürgermeisters stand bei mir immer an erster Stelle“, erklärt Pfeiffer. Als Nachfolger stellte die ÖVP am Wochenende den bisherigen Vizebürgermeister Hannes Siemeister vor. „Er ist seit fünf Jahren mein Vize, rhetorisch sehr gut“, freut sich Pfeiffer über seinen gefundenen Nachfolger.

Mit den anderen drei Fraktionen im Gemeinderat [Anm. SPÖ, FPÖ, Bürgerliste] habe der Bürgermeister laut eigenen Aussagen ein „ganz gutes Verhältnis“ aufgebaut. In seinen zehn Jahren als Ortschef habe es „nie ein politisches Flugblatt“ gegeben.

Feuerwehren, Dorfplätze und der Schießplatz

In den letzten zehn Jahren wurde unter anderem das Feuerwehrhaus fertig gebaut, drei Feuerwehrautos angekauft, sowie die Dorfplätze und Urnenhaine in Eltendorf und Ortsteil Zahling erneuert.

Aktuell laufen noch die Arbeiten am gemeinsamen Kindergarten und der Neuerstellung der Kinderkrippe gemeinsam mit Königsdorf. „Wir haben alles ohne Fremdkredit geschafft, bis auf die Kinderkrippe. Wir haben nichts investiert, was wir in der Gemeinde nicht haben“, resümiert Pfeiffer. Ein Projekt, das noch kein Ende gefunden hat, sind die Streitereien um die Schließung des Schießplatzes in Eltendorf. „Ich bin guter Dinge, dass der Schießplatz geschlossen wird. Der Bescheid ist unterwegs, es wird Auflagen geben. Außerdem liegt ja unser Gemeinderatsbeschluss für die Schließung vor“, so Pfeiffer. Eine Idee für etwaige Nachnutzungen hätte er bereits, wolle er aber noch nicht verraten.

Wie er ab Oktober seine neue Freizeit nutzen möchte? „Ich möchte die Uhudler-Geschichte forcieren und etwas für den Tourismus hier tun. Zwei Jahre habe ich noch an der Schule. Außerdem will ich versuchen an der wassersparenden Landwirtschaft zu forschen.“

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