Mögliche Schließung des Schießplatzes: FPÖ möchte Kompromiss

Die Freiheitlichen aus Eltendorf wollen „vermitteln“, die Streitparteien sehen jedoch wenig Chance, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Erstellt am 18. November 2021 | 04:39
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Der Eltendorfer Schießplatz ist mal wieder Schauplatz für politische Diskussionen.
Foto: Marousek

„Statt Eskalation und Eigeninteresse voranzustellen“, will die FPÖ in Eltendorf aktuell „vermittelnd“ agieren. „Als einziger im Gemeinderat suchte ich das Gespräch mit den Bürgern“, heißt es vom einzigen Gemeinderat der Freiheitlichen in Eltendorf Kurt Muszits.

Kein Verständnis für den Zeitpunkt der Aktion hat Bürgermeister Josef Pfeiffer (ÖVP): „Er hat auch seinen Kompromiss bei der ersten Sitzung vorgeschlagen, aber keiner ist darauf eingestiegen, vor allem die Bürgerinitiative nicht. Sie sagen der Schießplatz muss weg.“ 13 von 15 Gemeinderäten seien damals für die schnellstmögliche Schließung des Schießplatzes gewesen.

Allgemein sieht es mit der Kompromissbereitschaft der Streitparteien nicht mehr allzu gut aus. Der Gemeinderat hat seinen Standpunkt klar gemacht. Die Bürgerinitiative sieht wenig Hoffnung, wie Sprecher Josef Marth erklärt: „Das liegt alles immer noch beim Volksanwalt. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir das verlautbaren. Ich glaube aber nicht, dass es noch eine Kompromissbereitschaft gibt.“

Überrascht zeigte sich Schießverein-Obmann Roland Petz: „Welchen Kompromiss soll es geben mit einer Partei, die sich ‚Bürgerinitiative zur Schließung des Schießplatzes‘ nennt? Ich wollte am Anfang ja immer einen Kompromiss. Wir haben in diesem Jahr sogar 14 Tage früher zugesperrt, weil weniger Schützen waren.“ Kommunikation mit der FPÖ habe es keine gegeben.

Aktuell warten alle beteiligten Parteien noch auf das ausstehende Gutachten bezüglich der Umweltverträglichkeit.