Sanierung der Volksschule Henndorf ist nun fix

Der Gemeinderat hat entschieden. Die „Dorfschule“ im Jennersdorfer Ortsteil Henndorf wird nun doch saniert.

Erstellt am 04. Juni 2020 | 04:35
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Die Initiative „Lasst die Schule im Dorf“ hat es geschafft. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde die Sanierung der „Dorfschule“ mehrheitlich angenommen. Schon in dieser Woche trafen sich Eltern und Bauausschuss, um gemeinsam ein nachhaltiges Sanierungskonzept zu erarbeiten.
Foto: David Marousek

Die Henndorfer Eltern haben es geschafft. Mehrheitlich wurde die Sanierung der Volksschule angenommen. Zuletzt wurde heftigst diskutiert, ob der Erhalt der „Dorfschule“ finanzierbar sei. Insgesamt sieben Gemeinderäte enthielten sich bei der entscheidenden Abstimmung, zwei waren gegen eine Sanierung.

Während der Gemeinderatssitzung wurde immer wieder diskutiert, was eine Schule in punkto Dorfleben und Gemeinschaft bedeutet. „Wir sind eine Streusiedlung und kommen einfach nicht so oft zusammen. Wir müssen mit dem Bauausschussleiter und den Eltern ein Konzept erarbeiten“, beschwor Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner (ÖVP) die Wichtigkeit des Standorts. Dem entgegnete JES-Gemeinderätin Petra Meitz: „Ich stimme nicht nur für die Henndorfer ab, sondern auch für die anderen Bürger. Ich muss mich da dagegenstellen.“ Jennersdorfs zweiter Vizebürgermeister Josef Feitl (JES) war ebenfalls Befürworter der Henndorfer Schule: „Ich schließe mich Gabi an. Wir brauchen hier eine nachhaltige Planung.“ Die FPÖ brachte außerdem den Vorschlag ein, die Projekte Brauchtumspflege und Funcourt im Gesamtwert von rund 90.000 Euro aufzuschieben, um dieses Geld für den Erhalt der Volksschule zu nützen. Auch die derzeitige Mieterin im Gebäude der Volksschule würde, laut Gabriele Lechner, auf ihr Wohnrecht verzichten.

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Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES) mahnte jedoch: „Sobald die Schule saniert wird, wissen wir nicht, was finanziell auf uns zukommen wird.“ Diese Meinung vertrat auch Franz Müller (ÖVP): „Ich will nicht, dass da plötzlich eine Lawine auf die Gemeinde zukommt und es plötzlich 500.000 Euro werden.“ Die Kostenschätzungen schwanken hierbei jedoch stark. Beträge zwischen 150.000 Euro und 500.000 Euro kamen während der Sitzung auf.