Jennersdorfer spitzt auf den Posten des Feuerwehrchefs

Aktualisiert am 31. Januar 2022 | 10:53
Lesezeit: 3 Min
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Franz Kropf will - sofern die Wahl auf ihn fällt – das Schulungswesen reformieren.
Foto: BVZ
Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Kropf bekennt sich offen zu seinen Ambitionen auf den Posten des Landesfeuerwehrkommandanten.
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Seit Oktober 2019 gibt es ein neues Feuerwehrgesetz, welches auch Änderungen bei den Feuerwehrwahlen vorsieht. Vergangenes Jahr wurden bereits die Ortsfeuerwehrkommandanten gewählt, nach den Wahlen auf Bezirksebene (diese werden bis spätestens April abgehalten) werden am 18. Juni in der Oberwarter Informhalle der neue Landesfeuerwehrkommandant und seine Stellvertreter gewählt.

Hört man sich in Feuerwehrkreisen um, so gibt es einen großen Favoriten auf die Nachfolge von Alois Kögl: der Jennersdorfer Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Kropf. Im Gespräch mit der BVZ bekundet er auch bereits offen seine Ambitionen auf das Kommandantenamt: „Ja, ich werde mich der Wahl stellen“, so Kropf, der seit 2018 an der Spitze des Jennersdorfer Bezirksfeuerwehrkommandos steht.

Bezirk Güssing sagt Unterstützung zu

Der südlichste Bezirk des Landes kann zahlenmäßig mit anderen bei den Stimmberechtigten nicht mithalten. Dem Vernehmen nach soll zumindest der Güssinger Bezirk seine Unterstützung bereits zugesagt haben.

„Es wird auf jeden Fall Unterstützung von anderen Bezirken für meine Person geben“, hält Kropf fest. Der 53-Jährige hat bereits Pläne parat, wo er bei der Feuerwehr ansetzen würde – das Schulungswesen würde er verändern.

Noch mehr hervorkehren will er die Freiwilligkeit, was er auch bei der Funktion des Landesfeuerwehrkommandanten unterstreichen will. Kögl ist aktuell auch Geschäftsstellenleiter des Landesfeuerwehrverbandes. „Dies würde ich nicht so machen. Ich würde weiterhin berufstätig sein.“ Ob die umfangreichen Aufgaben des Landesfeuerwehrkommandanten darunter nicht leiden würden?

„Ich würde in meinem Job (Anm.: Er ist beim Jennersdorfer Stadtamt beschäftigt) Stunden reduzieren. Mit zwei guten Stellvertretern und entsprechendem Zeitmanagement ist dies sicher vereinbar.“

Stichwort Stellvertreter: Am 18. Juni werden auch diese zwei gewählt. Hier wird einer aus dem Norden (Bezirke Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg) und einer aus dem Süden (Oberpullendorf, Oberwart, Güssing, Jennersdorf) den Kommandanten unterstützen. Fällt nun die Wahl des Landeskommandanten auf eine Person aus dem Norden, dann ist der erste Stellvertreter jener aus dem Süden und der zweite aus dem Norden. Kommt der Kommandant aus dem Süden, dann steht der erste Stellvertreter dem Norden zu, der zweite dem Süden.

Binder und Reidl als Stellvertreter

Und auch bei den Posten der Stellvertreter gibt es zwei Kandidaten, die sich öffentlich ihre Ambitionen bekunden. „Ich werde bei den Wahlen zum Bezirksfeuerwehrkommandanten nicht mehr antreten. Mein Ziel ist das Amt des Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreters“, so der Mattersburger Adi Binder. Und auch der Lutzmannsburger Martin Reidl, Oberpullendorfer Bezirkschef, bestätigt sein Antreten zur Wahl der Stellvertreter.

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