Jennersdorf und der Müllplatz

Die Freiheitlichen fordern ein 24-Stunden-Sammelzentrum. Bürgermeister Deutsch sieht andere Probleme in der Gemeinde und verweist auf das Abfallzentrum in Heiligenkreuz.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:34
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Die Freiheitlichen fordern eine Öffnung der Müllsammelstelle rund um die Uhr.
Foto: Schenk

Müllabgabe rund um die Uhr – das ist das Ziel der FPÖ Jennersdorf. „Wir haben bereits zwei Mal den Antrag gestellt, dass der Jennersdorfer Müllplatz so umgebaut wird, dass er für die Bürger 24 Stunden zugänglich ist. Der Beschluss wurde von Bürgermeister Deutsch bis heute nicht umgesetzt“, heißt es von Stadtrat Franz Schenk.

Auch für die Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde ein Antrag gestellt, dieser jedoch nicht vom Bürgermeister auf die Tagesordnungspunkte genommen. „Der Antrag war nicht ordnungsgemäß eingebracht“, erklärte Deutsch. Weiters gäbe es auch keinen Beschluss für „Sonder- und Sperrmüll“.

Fürstenfeld als Vorbild für Jennersdorf?

Die Freiheitlichen erwähnen als Beispiel den nahen Müllsammelplatz im steirischen Fürstenfeld: „Schauen wir dorthin, so sieht man, dass ein 24-Stunden-Sammelzentrum sehr gut funktioniert.“ Anders sieht das Deutsch: „Wenn jeder alles hinschmeißt ohne Müll zu trennen, dann soll das auch noch das große Vorbild sein, aber das entspricht der FPÖ.“ Schon jetzt würde die Mülltrennung in Jennersdorf nicht ordnungsgemäß funktionieren „und dann soll das auch noch 24 Stunden lang funktionieren?“, fragte der Ortschef. Ebenfalls von der FPÖ kam der Vorschlag, einen Tag im Monat für Sonder- und Sperrmüll in Jennersdorf einzuführen. Auch hier erteilt Deutsch eine Absage und erklärt wieso: „Wir haben die Trennkriterien zu erfüllen, egal ob einmal im Monat oder immer. Ich verweise hier auf Heiligenkreuz, da können wir fast alles gratis entsorgen.“

Umstrukturierung des Sammelplatzes geplant

Weiters geplant ist das Einbahnsystem für PKW in Jennersdorf, in weiterer Folge auch durch eine Kamera überwacht. Das Projekt liegt aktuell noch auf Eis, der Rechnungshof prüft aktuell noch, ob die zweckgebundenen Gelder des burgenländischen Müllverbandes ausgegeben werden können.

ÖVP-Kritik an Gemeinderatssitzung

Kein Verständnis zeigte Vizebürgermeisterin Gabriele Lechner für den Sitzungszeitpunkt: „Das war sehr kurzfristig, wenn auch innerhalb der Frist. Es wurde einfach gesagt, in der nächsten Woche ist Sitzung. So konnte man gar keinen Antrag mehr richtig einbringen.“