Hick-Hack um möglichen Ziegeldiebstahl in Jennersdorf

FPÖ fordert Klarheit um möglichen Ziegeldiebstahl oder sogar Amtsmissbrauch an der Hauptstraße. Bürgermeister Deutsch verweist auf eine vergangene Gemeinderatssitzung.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 20. März 2021 | 03:00
Ziegel Symbolbild
Foto: NickyPe auf Pixabay

Die Freiheitliche Partei Jennersdorf bat zuletzt via Facebook auf Hinweise, wer an dem baufälligen Gebäude an der Hauptstraße 7, einer Liegenschaft im Gemeindeeigentum, immer wieder Ziegel entwenden würde.

Anfang Februar hätten Anrainer die Ortspartei darauf aufmerksam gemacht, das eine große Menge Ziegel aus der Mauer herausgebrochen und abtransportiert wurde. Mittlerweile sei das Gebäude stark einsturzgefährdet. Die Freiheitlichen stellen dabei bei Unwissen des Ortschefs Sachbeschädigung und Vandalismus in den Raum, bei Mitwissen sogar eine Nähe zum Amtsmissbrauch. Anzeige gegen unbekannt stand von den Freiheitlichen im Raum.

Deutsch: „FPÖ hat das anscheinend vergessen“

Bürgermeister Reinhard Deutsch erklärt: „Bei einer Gemeinderatssitzung haben wir gesagt, wer Ziegel braucht, darf mit Erlaubnis der Gemeinde, diese Ziegel selbst abholen. Das hat die FPÖ anscheinend vergessen.“

Dach mittlerweile schwer baufällig

Ein Stadtratbeschluss, das Dach um zirka 11.000 Euro abzutragen, sei laut FPÖ übrigens zwei Mal abgelehnt worden. „Zwei Mal wurde der Antrag von Deutsch auf Abtragen des Daches und in weiterer Folge des ganzen Hauses im Gemeindevorstand ausdrücklich abgelehnt“, heißt es von der FPÖ. Das Dach-Problem wäre laut FPÖ-Politiker und Dachdecker Franz Schenk „mit einigen Hangriffen auf Jahre gelöst“.

Auch hierfür hat der Bürgermeister eine Erklärung: „Wir wollten beim Campingplatz aus dem vom Dach abgetragenen Holz eine Tschardake für die Camper errichten. Es wurde auch schon mit Campingplatz-Chef Alexander Schweizer diskutiert. Das wurde leider abgelehnt.“