Diskussion um Wasser. Der Wasserverband Unteres Lafnitztal arbeitet an einem Konzept, um direkt an die Abnehmer zu verrechnen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Juli 2017 (05:46)
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Wasser Wasserleitung
Durch Wartungsarbeiten kann die Wasserversorgung in Hofstetten-Grünau kurzfristig unterbrochen werden. Foto: EVN Rumpler
EVN Rumpler

Was beim Wasserverband Nord bereits gang und gäbe ist, soll jetzt auch beim Wasserverband Unteres Lafnitztal umgesetzt werden. Konkret geht es darum, dass der Verband plant, die Wassergebühren den Verbrauchern künftig selbst zu verrechnen und nicht mehr die Gemeinde als Bindeglied braucht. „Wir wollen den Wasserverband damit zukunftsfit machen. Somit können wir für einen gesicherten Verbrauch sorgen und die Wasserqualität kann dadurch steigen“, erklärt Obmann Franz Kazinota. Hintergrund ist, dass die 18 Mitgliedsgemeinden jährlich einen relativ hohen Abgang zu verbuchen hatten, der Wasserverbrauch hingegen steigt enorm und die Gemeinden haben in den letzten Jahren die Wassergebühren nur sehr gering bis gar nicht angehoben. Vor allem im Sommer hat der Verband um bis zu 30 Prozent Mehrentnahmen.

Das letzte Wort ist in dieser Causa aber noch nicht gesprochen. „Wir stecken mitten in den Verhandlungen, die sich noch einige Zeit hinziehen könnten, immerhin müssen die Gemeinden diese Entscheidung treffen. Die Mitgliederversammlung tagt zudem ohnehin erst wieder im Dezember, wo frühestens eine Entscheidung fallen könnte“, sagt Kazinota.

Dass die Wasserbezugsgebühr durch die Umstellung steigen könnte, will der Obmann gegenüber der BVZ nicht bestätigen, dafür sei es noch zu früh. Die Gemeinden hingegen würden sich durch die Umstellung Kosten ersparen, denn jährliche Überprüfungen des Leistungsnetzes würden dann auf den Wasserverband entfallen.