Kulturzentrum wird verkauft, Mehrzweckhalle kommt. Das KUZ wird an Claudio Cocca verkauft, einen Kaufpreis dafür gibt es noch nicht. Auch die Mehrzweckhalle kommt.

Von David Marousek. Erstellt am 28. August 2019 (05:52)
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Das KUZ Jennersdorf
zVg

Nach einer fünfstündigen Marathon-Gemeinderatssitzung sind zwei wichtige Entscheidungen für Jennersdorf gefallen. Das Kulturzentrum, welches seit Oktober 2018 geschlossen ist, wird verkauft. Interessent Claudio Cocca, welchem schon das Gasthaus „Raffel“ gehört, war bei der Sitzung ebenfalls anwesend und bekundete erneut sein Interesse. „Wir wollen den Raffel und das KUZ als Synergie betreiben. Damit können die Kunst und das gesellschaftliche Leben in Jennersdorf stattfinden.“

Im renovierten KUZ sollen dann wieder wie gehabt Veranstaltungen stattfinden können. Eine offizielle Summe für den Verkauf gibt es noch keine, aber eine in der Nähe befindliche Liegenschaft mit 3.000 Quadratmetern könnte als Tauschobjekt fungieren. Bürgermeister Reinhard Deutsch könnte sich folgendes dort vorstellen: „Einen Dorfplatz mit viel Grün und ohne Bodenversiegelung.“ Außerdem wies der Bürgermeister auch darauf hin, dass beides, die Renovierung des KUZ und der Bau einer Mehrzweckhalle, nicht möglich wäre zu finanzieren.

"Ich investiere ja nicht, um es dann drei Jahre später wieder abzureißen" Claudio Cocca

Vor allem kostet das KUZ der Gemeinde trotz Schließung ordentlich Geld. „Alleine die Heizung kostete bis jetzt 22.000 Euro, obwohl der Saal geschlossen ist“, erklärte Vizebürgermeister Josef Feitl. Unstimmigkeiten gab es in der KUZ-Frage bei der FPÖ. Während Franz Strobl „alle Forderungen als erfüllt“ und „den Bedarf in der Bevölkerung“ sah, war Franz Schenk nicht überzeugt.

„Es gibt noch keine Genehmigungen, auch wenn Cocca das übernimmt. Es geht darum, was mit dem KUZ-Saal passiert, wenn die mögliche Halle noch nicht fertig ist“, erklärte Schenk. Cocca entgegnete den Befürchtungen: „Ich habe mir das in den Kopf gesetzt. Ich investiere ja nicht, um es dann drei Jahre später wieder abzureißen. Jennersdorf kann nur fraktionsübergreifend belebt werden. Es geht nicht mit Blockierern.“ Von den Besuchern gab es dafür Beifall.

Mehrzweckhalle: Standort noch offen

Auch für den Bau der Mehrzweckhalle gab es anschließend einen positiven Beschluss. Die Idee wurde in der vergangenen Woche bereits dem Landeshauptmann vorgestellt. „Der genaue Standort ist noch unbekannt, aber es soll ein Projekt für 30 bis 40 Jahre werden“, fasste Feitl zusammen.

Gerüchten zur Folge soll die Halle auf dem Gelände des Fußballvereins UFC Jennersdorf gebaut werden. Dort sollen unter anderem der Volleyballverein einen neuen Platz finden und auch die anderen Sportarten wie Judo, Tennis und Basketball heimisch werden. Auch Festivitäten und Veranstaltungen sollen in der neuen Halle dann möglich sein.