Gesundheitsnetzwerk Raabtal: Startschuss im Oktober. Das Pilotprojekt zur Ausweitung der Primärversorgung startet mit 7. Oktober. Im Boot sind vier Allgemeinmediziner und Vertreter aus Gesundheitsberufen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:38)
David Marousek
Präsentierten das Gesundheitsnetzwerk Raabtal. Die Initiatoren Ernst Eicher, Berenice Eicher, Claudia Gombotz und Karl Schäfer mit Gesundheitskoordinatorin Ruth Ferschli.

Es ist Freitagfrüh und die Schulter schmerzt. Nach einem Besuch beim Hausarzt, steht fest, dass es sich um einen eingeklemmten Muskel handelt und ein Besuch beim Physiotherapeut unausweichlich ist. Tage vergehen, bis man einen Termin bekommt, die Schmerzen bleiben aber zwischenzeitlich. Mit dem neuen Gesundheitsnetzwerk Raabtal sollen lange Wartezeiten zukünftig der Vergangenheit angehören. Die Praxis soll dann folgende sein.

BVZ
Kick-Off im Hotel „Das Eisenberg“. Rund 120 Experten tauschten sich aus und entwickelten das regionale Versorgungsnetzwerk.

„Der Therapeut ist zeitnah zur Stelle, womöglich sogar im gleichen Gebäude wie der Arzt und kann sich sofort um den Verletzten kümmern“, erzählt Gesundheitskoordinatorin Ruth Ferschli. Mit dem Wunsch, das Gesundheitssystem und die medizinische Erstversorgung in der Region positiv weiterzuentwickeln, schlossen sich die vier Allgemeinmediziner Ernst Eicher, Berenice Eicher, Claudia Gombotz und Karl Schäfer, zusammen und riefen das „Gesundheitsnetzwerk Raabtal“, das seit Feber dieses Jahres von Ruth Ferschli als Gesundheitskoordinatorin begleitet wird, ins Leben.

Ziel des Pilotprojekts ist es, Menschen die krank sind oder Fragen zu ihrer Gesundheit haben, als erste Anlaufstelle fünf Tage die Woche in Teamarbeit aus Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Sozialberufen und Therapeuten an den drei Hauptstandorten in Mogersdorf, Minihof-Liebau und Neuhaus am Klausenbach umfassend, zeit- und wohnortnah zu betreuen und damit das Versorgungsangebot in den Gemeinden Mogersdorf, Weichselbaum, St. Martin an der Raab, Minihof-Liebau, Mühlgraben und Neuhaus mit rund 6.000 Einwohnern und auf einer Distanz von 32 Kilometer zu verbessern.

„Eine Erweiterung um Ordinationen aus Jennersdorf ist wünschenswert“

„Eine Erweiterung um Ordinationen aus Jennersdorf ist wünschenswert“, erklärten die Mediziner beim Kick-Off im Hotel „Das Eisenberg“, das im Rahmen eines interdisziplinären Austausches stattgefunden hat. „Rund 120 Experten tauschten sich aus und entwickelten das regionale Versorgungsnetzwerk gemeinsam weiter“, erklärt Gesundheitskoordinatorin Ruth Ferschli.

Am 4. Oktober soll das Gesundheitsnetzwerk Raabal eröffnet werden und ab 7. Oktober der Bevölkerung im Raabtal zur Verfügung stehen. „Unser großes Anliegen ist es, unseren Patienten zur richtigen Zeit, am richtigen Ort mit der bestmöglichen Behandlung als Team versorgen zu können“, so die Ärzte.