Coronavirus: Auch im Extremfall ist Arbeit möglich. Polizei und Straßenmeisterei kämpfen aktuell mit-Infektionen. Die Sicherheit soll dennoch gewährleistet sein.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 05. November 2020 (05:28)
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„Winterdienst ist gewährleistet“, heißt es auch seitens der Baudirektion und Heinrich Dorner.
SPÖ

Aktuell sind 20 Personen der Straßenmeisterei in Güssing mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als ein Drittel der 55 Personen umfassenden Belegschaft. Zuständig ist der Betrieb für die Bereiche Landesstraßen, Güterwege und Wasserbau.

Für den kommenden Winterdienst wurde nun ein Notfallplan erstellt. Dieser umfasst die Zeiträume zwischen 15. November und 15. März 2021. Durch „wirksame Verhaltensregeln für alle Mitarbeiter“, sollen Ansteckungen am Standort verhindert werden. Gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde wurden neue Vorsichtsmaßnahmen und auch Regelungen erstellt. Das umfasst geänderte Dienstzeiten, den Einsatz von Fahrzeugen und auch den Ablauf von Dienstwechseln. Auch mehr Flexibilität bei der Routengestaltung sei laut Baudirektion Burgenland gegeben. „Ein Schwerpunkt ist die Planung der Einsatzrouten für die Räum- und Streufahrzeuge. Diese können je nach Bedarf auch auf jene der angrenzenden Standorte ausgedehnt werden“, heißt es von der Baudirektion.

Wie sich die 20 Personen anstecken konnten, sei „bisher leider nicht nachvollzogen worden“. Die insgesamt 730 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien angewiesen sich strickt an die vorgegebenen Verhaltensregeln zu halten. Die Baudirektion versichert außerdem, dass der Betrieb, zum Beispiel der Winterdienst, im Bereich der Landesstraßen für alle Regionen im Burgenland im Sinne der Straßenbenützer gesichert ist.

Polizisten helfen sich gegenseitig aus

Auch die Polizeistation in Minihof-Liebau wurde vom Virus heimgesucht. Die Arbeit würde aktuell ungehindert weitergehen. „Die Bürger können sich darauf verlassen, dass die sicherheitspolizeiliche Grundversorgung immer gegeben ist. Es muss sich keiner Sorgen machen, dass bei einem Anruf keiner kommt oder Anzeigen nicht bearbeitet werden“, beruhigte die Landespolizeidirektion auf Nachfrage. Das Contact-Tracing laufe aktuell. Eine Dienststelle musste laut Landespolizeidirektion bisher noch nicht geschlossen werden.