Biomassekraftwerk als Chance für Arbeitslose. Die neuen Betreiber Mathias Kern und Michael Roselieb wollen Langzeitarbeitslosen eine zweite Chance geben.

Von Carina Fenz. Erstellt am 21. November 2018 (04:16)
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Gestartet wird im ersten Quartal 2019, dann soll auch die Forschungsanlage ausgebaut werden. „Wir forschen derzeit nur im kleinen Rahmen, künftig soll dieser Zweig eine größere Rolle spielen“, heißt es von den neuen Besitzern des Biomassekraftwerks, Mathias Roland Kern und Michael Roselieb.
BVZ

Wie die BVZ bereits berichtete hat die „Salzburger BHKW 1 Beteiligungs GmbH“ das Biomassekraftwerk in Heiligenkreuz erworben und plant aktuell die Errichtung einer Hightech-Pflanzenanlage zur Produktion pharmazeutischer Kräuter - ein einzigartiges Projekt in Österreich.

Der Ankauf des Biomassekraftwerkes ist nur der erste Schritt für den Aufbau des Unternehmens, das in einer geplanten Hightech-Pflanzenanlage pharmazeutische Kräuter produzieren wird. Die beiden Geschäftsführer, Mathias Roland Kern und Michael Roselieb, werden das Unternehmen gemeinsam führen und setzen gezielt auf Forschung, um die Produktion der Kräuter nachhaltig sicherstellen zu können.

Kampf gegen internationale Konkurrenz 

„Durch unsere geplante Indoorplantage können wir diverse Pflanzen wie Kräuter ganzjährig auf hohen Niveau anbieten und werden uns so gegen die internationale Konkurrenz behaupten können. Wir sind durch den Anbau der Kräuter in der Halle von Umwelteinflüssen komplett unabhängig und können so gezielt auf die Wünsche unserer Kunden eingehen“, informieren die beiden Geschäftsführer. Landesrätin Verena Dunst betonte im Zuge eines Betriebsbesuches die Wichtigkeit des Projektes für die Region: „Pioniere wie Kern und Roselieb können langfristig viele Arbeitsplätze in der Region schaffen. Dieses Projekt zeigt, wie man mit innovativem Denken auch fernab von Ballungszentren erfolgreich sein kann.“

Bürgermeister Edi Zach, Landesrätin Verena Dunst, Michael Roselieb, Mathias Roland Kern und Abgeordneter Ewald Schnecke.
BVZ

„Wir wollen in unserem Unternehmen auch Langzeitarbeitslosen eine zweite Chance geben und sind uns als Unternehmer unserer sozialen Verantwortung bewusst“, erklärt Mathias Roland Kern. Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker betonte die Wichtigkeit der S7 für die Region und informierte, dass weitere Unternehmen ihr Interesse an der Ansiedelung in der Region bekundet haben.