Landwirtschaft: Das Hoffen auf Regen

Die Trockenheit macht den heimischen Betrieben zu schaffen. Die Klimesch-Group befürchtet sogar Ernteausfälle.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 12. Juni 2020 | 05:45
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Die Felder, hier in Jennersdorf, benötigen weiterhin Wasser. Der mangelnde Regen in diesem Jahr, macht die Bewirtschaftung schwer.
Foto: Marousek

Vor wenigen Wochen wurden die ersten Pfingstrosen am größten Feld Österreichs in Heiligenkreuz geerntet. Schon damals bemerkte man die große Trockenheit auf den Feldern im ganzen Bezirk. All zu viel hat sich dabei noch nicht verändert. „Allgemein ist es so, dass es schon kritisch ist. Wenn nicht bald Regen kommt, dann sind Ernteausfälle sicherlich zu erwarten“, erklärt Klimesch-Geschäftsführer Lukas Klimesch.

Das würde die Agrar-Firma gleich an drei Standorten treffen. In Heiligenkreuz, aber auch in Jennersdorf und Mogersdorf bewirtschaftet die Firma Anbauflächen. Alle drei kämpfen mit der Wassernot.

Bewilligung für Wasser aus Raab steht noch aus

Nun hofft das Unternehmen, Wasser aus der Raab zu bekommen. Die dafür notwendige Bewilligung steht noch aus, sollte laut Lukas Klimesch jedoch auf dem Weg sein: „Wir bekommen die Genehmigung dafür wohl.“ Das führt jedoch zum nächsten Problem. Der Wasserstand der Raab war in den letzten Tagen so niedrig, dass kein Wasser entnommen werden darf.

Jennersdorfs Bezirkshauptmann Hermann Prem erklärt: „Sobald ein bestimmter Wert unterschritten wird, darf kein Wasser abgepumpt werden.“ In den Bezirken Weiz und der Südoststeiermark würden laut Bezirkshauptmann einige Betriebe Genehmigungen haben, im Bezirk Jennersdorf wäre die Klimesch-Group erst das zweite Unternehmen. Deshalb werden für Jennersdorf und Mogersdorf bis jetzt Wassertanks aufgestellt und laut Lukas Klimesch „weiter auf viel Regen gehofft“. Auf den Heiligenkreuzer Feldern ist die Lage etwas entspannter, dort wurden Brunnen angelegt. Doch diese würden auch nur mehr gerade noch so Wasser geben. Diese Brunnen-Lösungen sind laut dem Geschäftsführer auch in naher Zukunft eine Möglichkeit für die beiden Felder in Mogersdorf und Jennersdorf. „Wir schauen, dass wir vielleicht auch dort Brunnen graben können“, führt Lukas Klimesch aus.