Nach Kabelbrand läuft Lenzing wieder im Vollbetrieb. Seit der Vorwoche arbeitet der Faserhersteller wieder im Vollbetrieb. Den Schaden hat die Versicherung gedeckt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 01. Mai 2019 (04:31)
David Marousek
Das Lenzing-Werk in Heiligenkreuz im Lafnitztal 

Es war ein Schock, als am 1. Feber ein Kabelbrand den Betrieb beim Faserhersteller Lenzing lahmlegte. Betroffen war dadurch etwa ein Fünftel der gesamten Lyocell-Produktion (spezielle Faser für Textilindustrie) der Lenzing AG.

Mit den Folgen hat das Unternehmen mehrere Wochen gekämpft. Der Kabelbrand richtete in den Schalträumen einen großen Schaden an. Einige Mitarbeiter haben in der Zeit, wo der Betrieb stillgestanden ist, ihren Urlaub abgebaut. Andere haben bei der Wiedererrichtung der Infrastruktur mitgeholfen. Seit Anfang März läuft der Betrieb wieder auf dem Niveau wie vor einem Jahr. „Ende vergangener Woche wurde auch die dritte Linie, die wir im Vorjahr gebaut haben, wieder in Betrieb genommen“, heißt es vom Unternehmen auf Nachfrage der BVZ.

70 Millionen Euro in den Standort investiert

Auslöser für den Kabelbrand war ein technischer Defekt. Der Schaden wurde von der Versicherung gedeckt. Erst im Jahre 2017 wurden 70 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts in Heiligenkreuz investiert. Durch den Ausbau des Faserwerks konnte die Jahreskapazität um fast ein Drittel, etwa 25.000 Tonnen an Premium-Spezialfasern, auf nahezu 90.000 Tonnen gesteigert und der Standort weiter abgesichert werden. Die umweltfreundliche Spezialfaser Lyocell, welche unter dem Markennamen TENCEL vertrieben wird, wird bereits seit mehr als 20 Jahren im Südburgenland hergestellt. Im Lenzing Werk in Heiligenkreuz sind rund 250 Mitarbeiter beschäftigt.