Rekord-Halbjahr für Lenzing. Der Faserhersteller freut sich über das beste Halbjahr der Unternehmensgeschichte. 70 Millionen-Projekt im Plansoll.

Von Carina Fenz. Erstellt am 31. August 2017 (05:39)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Die Investition in den Standort Heiligenkreuz bringt zusätzliche Kapazitäten von jährlich 25.000 Tonnen. Diese werden ab Frühjahr 2018 zur Verfügung stehen.
BVZ, Archiv

Lenzing verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 bei Umsatz und Gewinn neue Rekordstände. Wie das Unternehmen berichtet, stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um elf Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür waren eine gute Kapazitätsauslastung, höhere Preise und ein attraktiver Produktmix. Die Konzernstrategie sCore TEN wird weiterhin konsequent umgesetzt, um noch näher am Kunden zu sein und um das Angebot an Spezialfasern weiter auszubauen.

Lenzing hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Spezialfasern am Gesamtumsatz bis 2020 auf 50 Prozent des Umsatzes zu steigern. Nach dem bereits laufenden Ausbau in Lenzing, Heiligenkreuz und den USA hat der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt, die nächste Anlage zur Produktion von Lyocellfasern der Marke Tencel in Thailand zu errichten.

Ausbau wird im Frühjahr 2018 abgeschlossen

Ende März wurde mit dem Spatenstich in Heiligenkreuz die Bauphase zur Erweiterung der Lyocell-Kapazitäten begonnen. Bis zum Frühjahr werden 70 Millionen Euro in Heiligenkreuz investiert. Ab Mitte des nächsten Jahres können zusätzlich 25.000 Tonnen der Spezialfasern zur Verfügung gestellt werden.