Bezirk Jennersdorf ist mit den Zahlen zufrieden. Die Jagdstatistik des Burgenländischen Jagdverbandes ist da. Im Bezirk Jennersdorf ist man mit den Zahlen zufrieden, auch die Zahl der Jäger steigt weiter an.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 18. März 2020 (04:00)
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Die Jagdstatistik 2019 zeigt für das Burgenland rückläufige Zahlen, im Bezirk Jennersdorf sind die Zahlen unterschiedlich. Betrug die Rotwildstrecke (Erlegtes Wild plus Fallwild und Straßentod) im Bezirk Güssing im Jahr 2018 noch 116 Stück, lag sie 2019 bei 139 Stück. Bei der Rehwildstrecke sank die Stückzahl von 1.689 Stück auf 1.654 Stück. Beim Schwarzwild ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Lag die Schwarzwildstrecke 2018 noch bei 285 Stück, waren es 2019 501 Stück.

Zahlen bei Schwarzwild sind explodiert

„2018 war ein Eichelmast- und und Buchenmastjahr, da hat sich Schweinepopulation in die Höhe gearbeitet, diese wurde 2019 abgeschöpft“, erklärt Reinhard Knaus, Bezirksjägermeister im Bezirk Jennersdorf.

Die Schwarzwildpopulation sei förmlich explodiert, nicht nur im Bezirk Jennersdorf sondern auch im Burgenlandvergleich.

„2019 war ein Mäusejahr. Das heißt, es herrschten gute Rahmenbedingungen für das Schwarzwild und auch den Fuchs, sich mit tierischem Eiweiss zu versorgen. Dies hat auch bewirkt, dass die Hasenpopulation gestiegen ist, da der Fuchs mit den Mäusen eine andere Nahrungsquelle gefunden hat“, erklärt der Bezirksjägermeister. Es sei ein gutes Jahr bei Schwarzwild und Rotwild gewesen, der Bestand beim Rehwild bleibe stabil.

„Beim Niederwild ist eine leichte Trendumkehr erkennbar, Probleme gibt es bei den Enten, hier bewegt sich nichts“, sagt Knaus.

Ein Problem auch für die burgenländischen Jäger sei die Afrikanische Schweinepest. „Die steht in Ungarn. Das Fallwild wird darauf untersucht. Wir hatten mehrere Fälle im Bezirk, diese waren aber alle negativ“, zeigt sich der Bezirksjägermeister erleichtert.

Erfreut zeigt er sich über die Anzahl der Jäger, diese liege aktuell bei über 500. „Die Zahl ist in den letzten Jahren gestiegen und auch der Frauenanteil hat sich erhöht. Die Jäger haben auch mehr Wild erlegt“, sagt Reinhard Knaus.