Ärger über Osterruhe. Die plötzliche Ankündigung der verlängerten Osterruhe sorgte für Missstimmung in Jennersdorf. Der heimische Baumarkt Niederer findet sich aktuell in der Kurzarbeit wieder.

Von David Marousek. Erstellt am 08. April 2021 (04:52)

Eigentlich ist für den Handel das Ostergeschäft eher ein Grund zu feiern. In diesem Jahr gab es für Baumarkt-Geschäftsführer Thomas Niederer aber keinen Grund dazu wie er erklärt: „Wir haben dieses Ostern nur fünf Prozent Umsatz im Vergleich zum Vorjahr.“

Deshalb verkürzte das Unternehmen jetzt auch die Öffnungszeiten werktags und hat samstags sogar ganz geschlossen. „Es bringt nichts, wir sind jetzt auch wieder in Kurzarbeit“, erklärt der Geschäftsführer. Viele Kunden würden wegen der „Osterruhe“ in die Baumärkte in der nahen Steiermark fahren, um dort einzukaufen. „Viele wissen nicht, dass sie mit Gewerbeschein trotzdem rein dürfen. Vor allem bei den Landwirten“, erklärt Geschäftsführerin und Schwester Julia Niederer, deren „Wutrede“ auf Facebool hohe Wellen schlug. Das „Click-and-Collect“-System würde dieses Jahr nicht so gut angenommen werden.

Die Osterruhe brachte auch einen weiteren Kostenfaktor mit sich. Die Flugblätter für die Rabattaktion und die gesamte Werbung waren bereits fixiert. Kosten, auf denen das Unternehmen jetzt sitzen bleibt. „Es muss von der Regierung etwas kommen als Unterstützung“, fordert Thomas Niederer. „Wobei ich in der aktuellen Lage mit keinem Wirt tauschen möchte“, fügte er noch an.

Vier neue Arbeitsplätze trotz Lockdown

Auch die Kundschaft aus Ungarn und Slowenien fällt aktuell weg. „Das sind rund zehn Prozent unseres Umsatzes, die da jetzt fehlen“, führt Niederer aus. Rund 40 Vollzeitmitarbeiter arbeiten im Baumarkt Niederer. „Während des Lockdowns haben wir sogar noch neue Arbeitsplätze geschaffen“, erklärt der Geschäftsführer. Neben dem Baumarkt in Jennersdorf hat das Unternehmen einen Fahrradshop neben dem Firmensitz und einen Baufirma-Sitz in Sankt Martin an der Raab, zusätzlich zum Standort in Ungarn.