Ärztliche Versorgung wieder Thema. Urologe Nikolaus Leontaridis ordiniert in der ehemaligen Praxis von Peter Arends. Auch Zahnärztin ist in Sicht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 08. Februar 2017 (05:25)
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Neueröffnung der Praxis. Urologe Nikolaus Leontaridis beschäftigt in seiner neuen Ordination Jennersdorf und in Feldbach insgesamt fünf Mitarbeiterinnen. Für Leontaridis, der in Jennersdorf bereits bis Oktober 2015 als Wahlarzt tätig war, ist das neben Feldbach der zweite Standort. Geöffnet hat die Praxis dienstags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags von 7 bis 11 Uhr. Zur Eröffnung gratulierte auch Bürgermeister Bernhard Hirczy.
BVZ, zVg

Ein Kinderarzt, ein Gynäkologe und ein Zahnarzt werden weiterhin in der Stadt gesucht, aber mit Nikolaus Leontaridis hat die Stadt seit vergangener Woche einen neuen Urologen gefunden. Leontaridis eröffnete eine Kassenpraxis in der Hauptstraße 25, wo bis zu Jahresende Kinderarzt Peter Arends ordinierte.

Das Thema Ärztemangel war aus aktuellem Anlass auch wieder in der Gemeinderatssitzung Thema. Die Zahnärztekammer hat sich in einem Schreiben an die Gemeinde gewandt und darum gebeten, einer interessierten Ärztin bei der Suche nach einer Ordination zu helfen. Die Bewerberin stammt ursprünglich aus Rumänien und hat sich bereits im vergangenen Jahr für eine ausgeschriebene Stelle interessiert, wurde damals aber mangels Deutschkenntnissen abgelehnt. „Die Zahnärztekammer hat die Bewerberin jetzt akzeptiert“, berichtete Bürgermeister Bernhard Hirczy im Zuge der Sitzung.

SPÖ will Ärztezentrum wieder aufwerten

SPÖ-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder forderte mehr Offensive seitens der Gemeinde. „Wir müssen als Gemeinde interessierten Ärzten Unterstützung bieten, sonst wird sich kein einziger Arzt bei uns ansiedeln“, argumentiert Hirczy-Hirtenfelder und spricht dabei auch von „finanziellen Zuwendungen“. Kritik von ihr kommt auch im Bezug auf die Standorte der Praxen. „Wir haben ein Gesundheitszentrum, das den Namen nicht verdient hat“, meint die SPÖ-Stadträtin. Lediglich ein Arzt und eine Diätassistentin sind nämlich darin untergebracht.

Gute Nachrichten gibt es hingegen von den beiden Augenärzten, die im ehemaligen Burgenlandhof untergebracht sind. Nach dem Verkauf des Gebäudes an die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) steht fest, dass die Ordinationen unverändert weitergeführt werden.