Andreas Stipsits: Vom Tontechniker zum Neupriester. Andreas Stipsits hat seinem Leben eine neue Richtung gegeben, indem er in der Rolle als Priester voll und ganz aufgeht.

Von Anika Perner. Erstellt am 14. August 2019 (04:19)
Josef Lang
Neupriester: Mag. Andreas Stipsits ist seit einem Monat neuer Kaplan in Jennersdorf.

Seit einem Monat hat die Stadt einen neuen Kaplan. Neupriester Andreas Stipsits steht Pfarrer Norbert Filipitsch zur Seite. Der Wunsch sein Leben der Kirche zu widmen kam nicht von einem Tag auf den anderen. „Hätte mir als Kind jemand erzählt, dass ich einmal Kaplan werden würde, hätte ich das niemals geglaubt“, erzählt der 31-jährige.

Der Wulkaprodersdorfer hat in seiner Jugend eine technische Laufbahn eingeschlagen und Tontechnik in Graz studierte. „Obwohl mir Musik schon immer viel Spaß gemacht hat, habe ich währendessen gemerkt, dass mir etwas fehlt. Obgleich ich all das hatte, was ich schon immer wollte, war ich nicht glücklich“, erklärt Stipsits.

Nach einigem Nachdenken kam mir der Gedanke - „Fehlt mir Gott?“, so Stipsits.

Das Leben hat sich zum Positiven geändert

Im Laufe der Zeit wurde sein Glaube immer tiefer und der Wunsch nach Veränderung größer. Während dieses Prozesses beschäftige er sich immer wieder mit den Fragen: „Was möchte Gott von mir?“ und „Hat Gott einen speziellen Wunsch für mein Leben?“. Nach langer Suche führte dieser Weg ihn schlussendlich zur Kirche und zu einem Leben als Kaplan. Sein Leben, so Stipsits, hat sich seither zum Positiven verändert. „Früher hatte ich viele Vorurteile gegenüber der Kirche. Aber nun bringt gerade dies die meiste Freude in mein Leben. Mein Dasein als Kaplan bringt mir viel innere Ruhe und Frieden“, erklärt dieser. Durch das Praktikum in Stinatz war er das Pfarrleben zwar schon gewohnt, trotzdem ist nun vieles neu für ihn. „Mein Leben ist nun ganz anders. Angefangen von den Messen, bis zu den vielen Menschen, die ich täglich kennenlerne. Ich habe viel Verantwortung in meinem Job, aber die zwischenmenschlichen Beziehungen, die entstehen, freuen mich sehr und geben mir Kraft“, erläutert der Neupriester.

Auf die Frage hin, was er sich für die Zukunft wünscht, sagt er: „Ich möchte mich ganz auf Gott und dessen Wünsche einlassen. Mir ist es ein großes Anliegen, den Menschen Gott näher zu bringen und ihnen den eigentlichen Sinn der Kirche zu zeigen“. Er möchte kein Pfarrer sein, der nur auf Tradition setzt, sondern den Menschen einen Ort bieten, an dem sie sich wohlfühlen und den sie gern besuchen.