Diskussion entbrannt: Steht das KUZ vor dem Verkauf? . Gemeinde verhandelt mit privatem Investor über den Verkauf des Kulturzentrums. ÖVP spricht sich dagegen aus.

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. Juli 2018 (04:54)
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Das Kulturzentrum Jennersdorf ist mehr als 40 Jahre alt. Jetzt wird um die Zukunft des Gebäudes diskutiert. Auch ein Privatverkauf steht im Raum.
BVZ

Das Kulturzentrum Jennersdorf rückt aktuell wieder in den Mittelpunkt der Stadtpolitik. Das Gebäude, das seit 2013 im alleinigen Eigentum der Gemeinde steht, ist stark sanierungsbedürftig. Geld dafür gibt es aber keines – weder vom Land noch von der Gemeinde.

Jetzt steht der Verkauf des Gebäudes an einen privaten Investor, der im Bezirk Jennersdorf stark verwurzelt ist, im Raum. „Das KUZ entspricht in vielen technischen Details, wie Elektrik, Fluchtwege und Brandschutz nicht mehr den heutigen Sicherheitskriterien“, erklärt Bürgermeister Reinhard Deutsch (Liste JES).

Kritik an den Überlegungen kommt jetzt vom ehemaligen ÖVP-Bürgermeister und jetzigen Stadtrat Bernhard Hirczy, der sich gegen einen Privatverkauf ausspricht und davor warnt, dass viele Vereine ihre Veranstaltungsstätte verlieren könnten. „Sollte das Land Burgenland als Käufer auftreten, dann wären wir natürlich sehr erfreut. Ein Privatverkauf steht für uns aber nicht zur Debatte“, so Hirczy.

Bürgermeister Deutsch zeigt sich über die Aussage seines Vorgängers Hirczy verwundert.

"Dieses Thema müsse erst in den zuständigen Gremien diskutiert werden. Wenn das Land das Kulturzentrum kaufen sollte, dann hätte man das schon vor Jahren umsetzen können. Zum Zeitpunkt, als die Gemeinde das KUZ gekauft hat, war die ÖVP noch in der Landesregierung“, so Deutsch. Fest steht aber, dass das desolate KUZ für die Stadtgemeinde eine große finanzielle Belastung darstellt. „Derzeit werden die Fakten für die intensiven Gespräche und zukünftig notwendigen Entscheidungen erhoben“, meint Deutsch weiter.

Das Land Burgenland wurde mit dieser Sache bislang noch nicht konfrontiert.