Feuerwehr bereit für Einsätze auf S7

Erstellt am 26. August 2022 | 05:57
Lesezeit: 3 Min
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Die Feuerwehren sind mit den vier Tunnelfahrzeugen für kommende Einsätze gerüstet.
Foto: Martin Ernst
Die Stadtfeuerwehr Jennersdorf hat ihr Rüstlöschfahrzeug-Tunnel (RLF-T) erhalten, damit sind alle vier ausgewählten Feuerwehren für die S7 ausgerüstet.
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Nach dem S7-Baustart im Jahr 2018 wurde es nun für die Feuerwehren Zeit, sich für die neue Straße zu wappnen. Da in Rudersdorf der erste Tunnel im Burgenland gebaut wird und auch in Königsdorf eine Unterflurtrasse errichtet wird, mussten die vier Tunnelportalfeuerwehren dementsprechend ausgestattet werden.

Die Feuerwehren Rudersdorf-Ort und Deutsch Kaltenbrunn-Ort am Westportal und Eltendorf und Jennersdorf am Ostportal wurden als Tunnelportalfeuerwehren ernannt und erhielten demnach neue Fahrzeuge.

Nachdem Mitte August 2021 Rudersdorf-Ort den Anfang machte und das erste RLF-T bekam, ist nun auch das letzte Tunnelfahrzeug in Jennersdorf angekommen. Das 450 PS starke Fahrzeug wiegt 18 Tonnen und hat 13 Liter Hubraum. Es bietet Platz für 2.400 Liter Wasservolumen und für insgesamt sieben Personen. Es besitzt außerdem eine Wärmebildkamera und ein Ultraschall-Warnsystem.

In den Geräteräumen findet sich neben der klassischen Ausrüstung auch Werkzeug speziell für Einsätze im Tunnel. Alle vier Fahrzeuge sind quasi ident ausgestattet, somit können im Bedarfsfall die Fahrzeuge nach und nach mit vorhandenem Personal besetzt und in den Einsatz geschickt werden.

„Für die Feuerwehr in Jennersdorf ist das natürlich eine große Aufwertung. Das Fahrzeug ist am neusten Stand und es ist das erste Rüstlöschfahrzeug, das wir hier in Jennersdorf haben“, erklärt Kommandant Alfred Gratzer. Das Jennersdorfer Tunnelfahrzeug soll am 25. September gesegnet werden.

Ausbildung für die Kameraden läuft

Für mehr als 50 Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk hat auch bereits die Spezialausbildung für den Tunnelernstfall gestartet, vier Lehrgänge sind bereits abgeschlossen. Die Ausbildung findet direkt im Bezirk statt und beinhaltet sowohl einen theoretischen, als auch einen praktischen Teil.

Den Großteil der Ausbildung macht der praktische Teil aus, bei dem alle Übungen unter Einsatzbedingungen stattfinden. So wird beispielsweise schwerer Atemschutz verwendet, schlechte Sicht wird simuliert und um Stress zu verursachen wird ein massiver Umgebungslärm hergestellt.

Diese Übungen bringen die Kameraden an ihre körperlichen Grenzen, bereiten sie aber auf den Ernstfall vor. „Wir sind dann optimal auf den Worst-Case vorbereitet“, so Alfred Gratzer. In diesem Jahr finden die Lehrgänge laut ihm bereits im Tunnel in Rudersdorf selbst statt.

Eröffnung des Tunnels dauert noch

Bis das Wissen auch im Einsatz verwendet werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Der Tunnel in Rudersdorf soll Ende 2023 eröffnet werden, die Unterflurtrasse in Königsdorf soll dann ungefähr eineinhalb Jahre später folgen.

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