Finanzen bleiben großes Streitthema. Das Ergebnis des Wirtschaftsprüfers veranlasst die Liste JES das Rathaus-Projekt auf Eis zu legen, zumindest im heurigen Jahr.

Von Carina Fenz. Erstellt am 18. April 2018 (05:00)
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Finanzminister darf sich freuen
APA (Symbolbild/dpa)

„Wir haben 20 Millionen Euro an offenen Verbindlichkeiten“, trifft Bürgermeister Reinhard Deutsch die Kernaussage des Wirtschaftsprüfers, der in den vergangenen Monaten die Gemeindefinanzen unter die Lupe genommen hat, auf den Punkt. Aber was heißt das für Projekte, wie den Bau des neuen Bauhofes, das neue Rathaus oder weitere Investitionen in die Schulsanierungen?

„Wir müssen mit Augenmaß investieren und schauen, wo unser Einsparungspotenzial liegt. Heuer wird es definitiv keinen Neubau oder Umbau des Gemeindehauses geben, es sei denn, die ÖVP, die ja nach wie vor glaubt, dass dieses Projekt zu realisieren ist, legt ein Finanzierungskonzept vor“, heißt es von Bürgermeister Reinhard Deutsch, der aber darauf hofft, dass zumindest der Bauhof umsetzbar ist.

„Wir müssen mit Augenmaß investieren und schauen, wo unser Einsparungspotenzial liegt"

Kritik kommt hier von der ÖVP. „Der Wirtschaftsprüfer hat minimum 30.000 Euro gekostet und verdeutlicht, dass die Stadtgemeinde unter Bürgermeister Hirczy Schulden, Verbindlichkeiten der Gesellschaften und die Haftungen in den letzten Jahren verringert hat“, heißt es von der ÖVP. Trotz Sparmodus wird 2018 aber auch investiert und zwar in den neuen Spielplatz bei der NMS.

„Hier wird das Konzept überarbeitet. Wir wollen auch Mittel aus der Dorferneuerung lukrieren“, sagt Deutsch. Für die ÖVP ist das Projekt zu teuer. „Da sind Investitionen um 130.000 Euro geplant, wir hätten ein Konzept gehabt, wo die Kosten um die Hälfte geringer gewesen wären. Der gesperrte Spielplatz könnte übrigens mit geringem finanziellem Aufwand — zumindest bis zur Errichtung des neuen Spielplatzes — saniert werden und den Kindern wieder zur Verfügung gestellt werden“, heißt es von der ÖVP.