Fundament für Gedenkstätte ist gelegt

Erstellt am 17. Mai 2022 | 04:34
Lesezeit: 2 Min
An 26. Juni soll das Mahnmal am einstigen „Aasplatz“ in Jennersdorf enthüllt und eingeweiht werden. Es erinnert an 29 jüdische Zwangsarbeiter, die im März 1945 von SS-Mitgliedern ermordet worden waren.
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Es zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte der südlichsten Bezirkshauptstadt des Landes. Das Massaker von Jennersdorf hat sich wenige Wochen vor Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet. Die Opfer waren allesamt jüdische Zwangsarbeiter, die beim Bau des Südostwalls im Bereich Weichselbaum-Rax eingesetzt waren.

Auf Betreiben des Vereins „Pulverturm“ wird ein Mahnmal am Gelände des ehemaligen „Aasplatzes“ in Jennersdorf errichtet.

An diesem Platz wurden im Frühjahr 1945 jene 29 jüdische Zwangsarbeiter von der SS ermordet. „Durch die großartige Unterstützung von der Gemeinde, dem Land , dem Nationalfonds, örtlichen Firmen und Privatpersonen ist es möglich geworden, den Bau des Mahnmals zu beginnen“, erzählt Eva Raho.

Bei der Einweihung am 26. Juni wird Schriftsteller/Journalist Martin Pollack eine Festrede halten.

Das Mahnmal „245 - Minuten, Tage, Jahre“, das aus drei Ebenen, zwei Bildern, einer Texttafel und einer blauen Glasfläche besteht, stammt von der Siegendorferin Jasmin Trabichler.

„Es ist ein sehr zukunftsorientierter, künstlerischer Zugang. Die Menschen werden aktiv aufgefordert in einen Dialog zu treten. Die drei Ebenen, der freie Blick, der verstellte und der gefilterte, haben eine enge Beziehung zu dem, was hier geschehen ist. Das Verbrechen, das Verdrängen und endlich das Zurückholen, das Anerkennen dieses Platzes“, fasste die Jury ihre einstimmige Begründung zusammen.

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