Grünes Licht für neuen Bauhof. Ein schwach besetzter Gemeinderat beschloss den Neubau des Bauhofes. Detailplanung soll in Auftrag gegeben werden, das Land Burgenland muss aber zustimmen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 26. September 2018 (04:16)
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Nur 17 von 25 Gemeinderäten waren bei der Gemeinderatssitzung anwesend, die Beschlussfähigkeit war knapp gegeben.
zVg

Die Stadt bekommt einen neuen Bauhof, das ist nach der Gemeinderatssitzung in der Vorwoche fix. Bis auf die FPÖ — Enthaltung — stimmten alle Gemeinderäte dafür. Was allerdings noch nicht feststeht ist der Baubeginn. „Wir können, sobald wir jetzt auch die Zusage, hinsichtlich der Finanzierung vom Land, haben mit der Detailplanung beginnen“, erklärt Bürgermeister Reinhard Deutsch. Eine Grobplanung gibt es bereits, auch der Standort im Industriegebiet steht fest.

Neuer Standort im Industriegebiet

„Die Zeit drängt, wir haben unseren Bauhof derzeit an vier unterschiedlichen Stellen untergebracht. Effizientes Arbeiten ist fast nicht möglich“, betont der Stadtchef. Die Kostenschätzung für den neuen Bauhof liegt bei 1,4 Millionen Euro, das ist das Doppelte, wie im Budget veranschlagt. „Das Finanzierungskonzept wird sich noch im Herbst entscheiden“, blickt Deutsch dem Projekt positiv gegenüber.

Sobald der Bauhof bezugsfertig ist, wird laut Deutsch, das Gemeindeamt in Angriff genommen. Dann haben wir nämlich Räumlichkeiten, in die wir während der Rathaussanierung umziehen können. Konkret spricht Deutsch vom Mitarbeiterraum des Bauhofs, im Gemeindeinnenhof, der nach der Rathaussanierung, ebenso wie die darauf befindlichen Wohnungen, einem Parkplatz weichen sollen. „Das könnte aber noch etliche Jahre dauern“, so Deutsch.

Aufregung über angesetzten Termin

Im Vorfeld der Sitzung herrschte übrigens große Aufregung über den Sitzungstermin. Die ÖVP war über den angesetzten Termin, am Freitag der Vorwoche, nicht erfreut. Gleich acht ÖVP-Gemeinderäte blieben der Sitzung fern. „Die meisten Absagen habe ich einen Tag vor der Sitzung bekommen, Mitarbeit sieht anders aus“, ärgerte sich Deutsch. „Termine werden nicht eingehalten und Verschiebungen nicht abgesprochen. Auch eine Bürgerversammlung fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit passt gut zu diesem Bild. Wir wünschen uns für die Zukunft wieder eine vernünftige Gesprächskultur“, heißt es von der ÖVP-Fraktion dazu.