Kamplbrücke wird drei Monate gesperrt

Jennersdorf: Die ersten Rohre werden am kommenden Dienstag verlegt. Ab 22. April wird es ein Einbahnstraßenkonzept für den Ort geben.

Erstellt am 01. April 2021 | 05:47
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Foto: Happy_stocker/Shutterstock.com

Nächste Woche geht es los mit der Großbaustelle, der über 50 Jahre alten Brücke, im Ortskern. Wobei vorerst nur mit den Arbeiten an der Rohrverlegung begonnen wird. Erst ab 22. April wird Jennersdorf großflächig davon betroffen. Für zwei bis drei Monate soll der Verkehr umgeleitet werden. Mit Ende August soll alles fertig werden.
Kritik an fehlenden Infos für Ortsbewohner.

Die Vorgangsweise kritisierte Gemeinderat Edmund Potetz (ÖVP): „Warum wird die Bevölkerung da nicht informiert? Werden die angegebenen Kosten halten?“ Vizebürgermeister Josef Feitl (JES) erklärt: „Am 22. April beginnen wir mit dem Abbruch der Brücke. Es wird dann ein Einbahnstraßensystem von Grieselstein bis nach Jennersdorf geben“.

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Laut JES-Gemeinderat Helmut Kropf (Raxerstraße), werde das ausgearbeitete Verkehrskonzept an alle Haushalte verschickt: „Im Verkehrsausschuss habe ich die genaue Vorgangsweise bereits erläutert. Das wird alles auch informativ in der Stadtzeitung und mit einem Infoblatt an die gesamte Bevölkerung, wie die Umleitungen funktionieren werden, erklärt werden.“

Zum Thema „Kosten“ erhielt Potetz Unterstützung von Stadtrat Michael Janosch (ÖVP): „Bei den letzten Ausschreibungen hatten wir immer das ‚Glück‘, dass alles teurer wurde. Die jetzige Firma ist nicht einmal überall Bestbieter, das haben wir erst jetzt in den Unterlagen gesehen.“ Auch Stadtrat Franz Müller (ÖVP) ärgerte sich: „Wir hätten das ganze Prozedere mit dem Umlaufbeschluss abkürzen können, wenn alle Unterlagen, die ja vorhanden waren, mitgeschickt worden wären. Da hätten wir uns einiges gespart.“

Dem entgegnete Bürgermeister Reinhard Deutsch (JES): „Es ist schön, dass das jetzt hier zur Sprache kommt. Ich bekomme immer erst am letzten Tag der Frist die Rückmeldung, dass Unterlagen fehlen würden. Stadträte und Gemeinderäte können auch selbst Unterlagen bei Firmen einfordern. Was spricht da dagegen? Wir wollen ja im Sommer mit der Baustelle fertig werden, deshalb brauchte ich da etwas schriftlich. Denn was im Gemeinderat gesagt wird und was dann abgestimmt wird, das passt hier ja nicht immer zusammen.“ Seitens der Freiheitlichen Partei sei auch eine Aufsichtsbeschwerde bezüglich Umlaufbeschluss eingegangen. Deutsch kündigte eine schriftliche Stellungnahme an und kritisierte die FPÖ, die den Umlaufbeschluss selbst unterschrieben hat: „Das ist halt dieses Unterschreiben und trotzdem dagegen sein.“

Abbruch-Beginn erst nach Raxerstraße

Grund für den späteren Start seien die andauernden Arbeiten an der angrenzenden Raxerstraße. „Die Mischanlage, die den Asphalt für uns macht, wurde über den Winter stillgelegt, jetzt gab es keinen Asphalt mehr“, erklärte Feitl. Erst wenn die Raxerstraße fertiggestellt sei, könne man mit dem Abbruch beginnen.