Nach Brand im Fernheizwerk: Aus für Stromerzeugung?

Erstellt am 04. August 2022 | 05:20
Lesezeit: 2 Min
Strom- und Gaspreise derzeit massive zusätzliche Belastung
Foto: APA/dpa
Die Stromproduktion wird im Fernheizwerk Jennersdorf für mindestens noch ein halbes Jahr ausfallen, könnte aber auch ganz eingestellt werden.
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Mindestens vier Monate, maximal sechs Monate, so lange dauert es, bis man wieder Strom produzieren könne. Das schätzten die Betreiber des im Juni in Brand geratenen Fernheizwerks, kurz nach dem Brand.

Mittlerweile steht fest, dass es sogar noch länger dauern wird, sollte man überhaupt jemals wieder Strom produzieren. Bis zum Brand hatte man rund 200 Strom-Abnehmer versorgt, die jetzt über andere Anbieter versorgt werden. Eine Brandursache ist weiterhin nicht bekannt, ebenso, ob sich eine Sanierung rentieren würde.

„Wir müssen uns jetzt überlegen, ob wir die Stromerzeugung überhaupt wieder aufnehmen oder künftig nur mehr Wärme liefern wollen“, lässt Franz Sitzwohl aufhorchen. Eine Option wäre, so die Betreiber, nachdem es ewig lange Wartezeiten für die Geräte gibt, mittels Photovoltaik am Dach Strom zu produzieren.

„Was aber auf jeden Fall passieren wird, ist der Ausbau der Fernwärme, vor allem weil die Nachfrage angesichts der steigenden Preise enorm hoch ist“, erklärt Sitzwohl. Man könne nämlich den Preis für die Kunden ein Jahr stabil halten, weil man mit dem Verbraucherpreisindex steigt.

Eine massive Preissteigerung im heurigen Jahr bleibt trotzdem nicht aus. Hat man in den vergangenen Jahren maximal um rund ein Prozent den Preis erhöht, so werden es heuer um die 8 Prozent für Abnehmer sein. „Damit sind wir aber noch weit unter der Preissteigerung von Gas oder Pellets“, sagt Sitzwohl.

Auch einen neuen großen Wärmeabnehmer hat man mit dem Technologiezentrum gefunden. „Das haben wir schon lange versucht, denn die Möglichkeit dafür besteht seit über zehn Jahren“, so Sitzwohl.

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