Neue Bewohner in den Grieselbachauen. Ein Geheimtipp unter den Naturfreunden ist derzeit das weitläufige Areal des Hochwasser-Rückhaltebeckens in Jennersdorf. Still und beinahe unbemerkt haben sich dort Biber angesiedelt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. April 2020 (04:34)
In den Grieselbach-Auen haben sich Biber angesiedelt und bauen eifrig Dämme.  
Eduard Erber

Angelika Steurer aus Jennersdorf war eine der Ersten, die über Bekannte vom Biberdamm erfahren hat. Seither schaut sie regelmäßig bei ihren Spaziergängen am Damm vorbei. „Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, die Biber bauen den Damm immer höher und größer mit Schlamm und Ästen aus“, erzählt die Beobachterin und meint weiter: „Zu Beginn gab es nur eine Staustufe, jetzt sind es schon zwei!“

Davon zeugen auch die vielen angenagten Baumstümpfe rund um die beiden Dämme. Durch das aufgestaute Wasser ist der Bereich um die Dämme bereits sehr sumpfig und der angrenzende Wiesenboden stark aufgeweicht. Interessierte Beobachter sollten sich daher dem Gebiet nur mit robusten Wanderschuhen nähern!

Zudem ist der Biber ein dämmerungs- und nachtaktives Tier und man wird den typischen Auenbewohner am Tag kaum zu sehen bekommen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte es sich aber um den „Europäische Biber“ mit dem lateinischen Namen „Castor fiber“ handeln. Er ist das größte Nagetier Europas. Ausgewachsene europäische Biber wiegen zwischen 23 und 30 Kilogramm.