Jennersdorf

Erstellt am 11. Juli 2018, 04:59

von Carina Fenz

Radwege: Markiert ohne Verordnung. Der Verkehrsausschuss hat im Zuge einer Überprüfung festgestellt, dass der Radweg durch die Innenstadt nicht rechtskonform ist.

Symbolbild  |  NOEN, wikipedia.org

Anfang der 2000er Jahre gab es zahlreiche Radunfälle in der Jennersdorfer Innenstadt. Danach wurden von der Stadtgemeinde Radwege markiert, die Unfallhäufigkeit sank und das blieb auch bis heute so.

Radwege wurden überprüft

Seit die Liste JES aber im Herbst des vergangenen Jahres den Bürgermeistersessel erobert hat, ist das Team rund um Bürgermeister Reinhard Deutsch damit befasst, die Strukturen der Stadtgemeinden zu durchleuchten. Darunter fiel auch die Überprüfung der Radwege, die vom Verkehrsausschuss unter dem Vorsitz von Helmut Kropf vorgenommen wurde. „Im Zuge der Überprüfung sind wir draufgekommen, dass es für den markierten Radweg durch die Jennersdorfer Innenstadt keine Verordnung gibt und dieser damit nicht den Vorschriften entspricht“, erklärt Kropf.

Haftungsfrage sorgt für Probleme

Das große Problem dabei ist die ungeklärte Haftungsfrage: „Sollte nämlich ein Unfall passieren, würde die Stadtgemeinde die Haftung tragen, weil es keine gültige Verordnung gibt“, so Kropf, der im Zuge der nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses Ende Juli weiter über das Thema beraten will.

Die Bodenmarkierungen müssen aber so rasch als möglich entfernt werden. „Ein markierter Radweg muss nämlich mindestens 2,5 Meter breit sein und das ist bei besagtem Radweg nicht so“, erklärt Kropf, der die Suche nach der gültigen Verordnung aber noch nicht so schnell aufgeben will. „Vielleicht löst sich ja doch noch alles in Wohlgefallen auf“, hofft Kropf.