Rathaus-Neubau abgeblasen. Die Pläne für den Neubau des Rathauses werden nicht weiter verfolgt. Dafür soll 2018 eine Million Euro in die Sanierung des alten Gemeindehauses investiert werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. Dezember 2017 (04:00)
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Vor Weihnachten hat der Jennersdorfer Gemeinderat in seiner ersten Sitzung das Budget für das Haushaltsjahr 2018 beschlossen. Im ordentlichen Haushalt sieht das Budget Einnahmen und Ausgaben in der Höhe von 9.012,600 Millionen Euro vor, rund 2,5 Millionen Euro sind im außerordentlichen Haushalt veranschlagt.

Beschlossen wurde das Budget mit den Stimmen der Liste JES, der ÖVP und SPÖ sowie der FPÖ, lediglich die Grüne-Gemeinderätin Johanna Freudelsperger-Sagl, die zu Beginn der Sitzung angelobt wurde, da sie das Mandat von Ruth Wagner übernommen hat, enthielt sich der Stimme. Gebührenerhöhungen sind für 2018 keine angedacht, „aber große finanzielle Sprünge sind im Budget auch nicht möglich“, erklärt Bürgermeister Reinhard Deutsch.
„Im Feber soll der Bericht des externen Finanzprüfers vorliegen und dann wissen wir, wo die Gemeinde steht“, so Deutsch.

Eine Million Euro für Rathaus-Sanierung

Die größten Vorhaben für 2018 gehen auch mit der größten Überraschung einher. Es wird nämlich, laut Bürgermeister Deutsch, kein neues Rathaus für die Stadtgemeinde geben. „Das ist finanziell einfach nicht drinnen, deshalb haben wir eine Million Euro für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes budgetiert. Ein eingerichteter Bauausschuss unter der Leitung von Vizebürgermeister Josef Feitl, soll sich darum kümmern“, erklärt Deutsch, der den Umbau bei laufendem Betrieb durchführen möchte. „Wir haben einfach nicht die Kapazitäten, dass wir uns ein Ersatzquartier suchen“, meint Deutsch.

NMS: Undichtes Dach muss saniert werden

Ebenfalls investiert werden muss in die weitere Sanierung der Neuen Mittelschule, hier ist das Dach undicht. Veranschlagt dafür sind 500.000 Euro. Auch das undichte Dach der Musikschule und der Volksschule bereitet der Gemeinde Kopfzerbrechen. „Hier sind wir mitten in den Verhandlungen, dass wir diese Reparaturen im Zuge von den Gewährleistungen finanzieren können“, erklärt Deutsch. Als erstes Projekt soll der Bau des Bauhofs gestartet werden, grünes Licht dafür gab es noch vom alten Gemeinderat. Investiert werden 700.000 Euro. „Das ist knapp bemessen, aber mehr ist nicht drinnen“, so Deutsch.

Die ÖVP bekrittelt beim Budget den großen Abgang. „Wir haben das Budget mitgetragen, da viele Teile in Ordnung sind und wir Verantwortung übernehmen. Das versteckte Wahl-Zuckerl im Budget ist ein Soll-Abgang von über 350.000 Euro, Gelder, die in den letzten Jahren mühsam erspart wurden“, erklärt Stadtrat Michael Janosch.