Sanierungsverfahren eröffnet: Hirczy Bau ist insolvent. Die Passiva betragen 707.000 Euro. Betroffen sind rund 175 Gläubiger und 17 Dienstnehmer.

Von Carina Fenz. Erstellt am 21. März 2018 (05:11)
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Zum zweiten Mal in Insolvenz. Über das Vermögen der Firma Hirczy-Bau wurde am Landesgericht Eisenstadt ein Sanierungsverfahren eröffnet.
BVZ, zVg/Bilderbox

Das Jennersdorfer Bauunternehmen Hirczy hat beim Landesgericht Eisenstadt Insolvenz angemeldet. Laut dem Gläubigerschutzverband Creditreform stehen den Passiva von rund 620.000 Euro Aktiva von rund 225.000 Euro gegenüber. Der KSV 1870 beziffert die Passiva mit rund 707.000 Euro, die Überschuldung mit 395.000 Euro.

Als Hauptursache nennt die Creditreform die ausstehenden Forderungen gegen einen Auftraggeber in der Höhe von 160.000 Euro. Dieser habe die gelegten Rechnungen nicht bezahlt, sämtliche Eintreibungsmaßnahmen blieben erfolglos, hieß es. Betroffen von der Insolvenz seien über 70 Gläubiger und 17 Dienstnehmer. Wegen der Winterpause sind zur Zeit keine Dienstnehmer beschäftigt.

Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent zahlbar binnen zwei Jahren angeboten. Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Zur Insolvenzverwalterin wurde Barbara Senninger bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 2. April anmelden. Die Abstimmung über den Sanierungsplan findet am 4. Juni statt.

Die 1988 gegründete Hirczy-Bau war bereits 2006 insolvent, erfüllte einen Zwangsausgleich und konnte laut Creditreform 2011 erfolgreich ein Sanierungsverfahren durchlaufen.