Stadt ist vor Hochwasser geschützt. Nach fast sechs Jahren Planungsarbeit und Bau wurden die drei neuen Rückhaltebecken feierlich gesegnet.

Von Carina Fenz. Erstellt am 11. Oktober 2017 (09:37)
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Vertreter der Stadt, des Bundes und des Landes haben Anfang Oktober der Segnung des Hochwasserschutzes beigewohnt.
BVZ, zVg/jdf-events.at

In den letzten Jahren wurden das Stadtgebiet sowie das Ortsgebiet von Grieselstein durch mehrere Hochwasserereignisse weiträumig überschwemmt, wobei bebaute Siedlungsbereiche, Freizeiteinrichtungen und auch Infrastruktureinrichtungen beschädigt wurden. Das ursprünglich am Grieselbach errichtete Rückhaltebecken wurde lediglich auf ein 30-jähriges Hochwasserereignis ausgelegt.

Beim letzten großen Hochwasser 2014 kam es jedoch im Ortsbereich zu Überflutungen aus dem Grieselbach. Bereits im Jahr 2011 gab die Stadtgemeinde eine Studie für einen 100-jährigen Hochwasserschutz in Auftrag.

Drei Rückhaltebecken sollen Hochwasser verhindern

In den vergangenen Jahren wurden dann drei Rückhaltebecken errichtet, eines am südlichen Grieselbach mit 485.000 Kubikmeter Fassungsvermögen, eines am nördlichen Grieselbach mit 70.000 und eines im Körblergraben mit 8.200 Kubikmeter. Einen Tag vor der Gemeinderatswahl wurde unweit des Jennersdorfer Freibades das Rückhaltebecken für den 100-jährigen Hochwasserschutz von Pfarrvikar Remigius Emeka Okafor in Anwesenheit zahlreicher Fest- und Ehrengäste gesegnet.

Die Bauarbeiten gingen in den letzten Monaten recht flott voran, was das Projekt allerdings jahrelang verzögert hatte, waren die Grundstücksablösen. Die Kosten betrugen rund 2,5 Millionen Euro, wovon 47 Prozent der Bund, 40 das Land und 13 die Stadtgemeinde übernimmt.