Stadttaxi-Fahrer in letzter Sekunde gerettet

Philipp Janosch, Fahrer beim Jennersdorfer Stadttaxi, erlebte dramatische Augenblicke als Regenfluten über Jennersdorf hereinbrachen und sein Auto erwischten.

Erstellt am 20. August 2020 | 05:15
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Das versunkene Stadttaxi Jennersdorf.
Foto: BFKDO Jennersdorf

Es war absolut kein normaler Arbeitstag für Stadttaxi-Fahrer Philipp Janosch ( wir hatten aktuell berichtet, siehe hier ). „Es war alles ganz komisch. Ich bin aus der Richtung der Therme Bad Loipersdorf gekommen und habe gesehen, dass beim ‚Breinwirt‘ schon alles unter Wasser steht. Die Bauernautobahn war jedoch komplett frei, also bin ich diesen Weg gefahren“, erklärte Janosch.

Ein Teil des Weges war noch gut passierbar, aber schnell wurde er vom Wasser überrascht. „Beim Hochwasserbecken war dann plötzlich auf der Seite alles voll mit Wasser und es hat mich mit dem Auto davongetragen“, erinnert sich Janosch.

Für den Taxifahrer mit dem Kleinbus wurde die Situation jedoch noch dramatischer. Durch das an das Auto drückende Wasser, ließ sich die Fahrertür plötzlich nicht mehr öffnen.

„Ich habe zuerst die Tür gar nicht aufbekommen. Irgendwie kam ich dann raus und habe versucht im Wasser den Boden zu ertasten, konnte jedoch keinen spüren.

Also bin ich zum nächstgelegenen Rand geschwommen“, schildert Janosch die Horrorsituation. Erst beim Jennersdorfer Campingplatz konnte er wieder festen Grund und Boden erreichen. Dann machte sich Erleichterung breit: „Als ich wieder festen Boden gespürt habe, da ging es mir gleich leichter. Ich bin dann zum Campingplatz gegangen. Laut Feuerwehr war das Wasser bis zu vier Meter tief.“

Für die Stadtfeuerwehr Jennersdorf gestaltete sich die Bergung am selben Tag noch unmöglich, erst Sonntagmorgen konnte das zerstörte Stadttaxi gerettet werden. „Die zur Fahrzeugbergung alarmierte Feuerwehr Jennersdorf konnte die Bergung aufgrund des rasant ansteigenden Wasserspiegels nicht mehr durchführen, zumal das Fahrzeug nur kurze Zeit nach dem abgesetzten Notruf nicht mehr lokalisiert werden konnte.

30 Stunden nach Unwetter geborgen

Erst am Sonntagmorgen – rund 30 Stunden nach dem Unwetter - war der Wasserspiegel wieder soweit abgesunken, dass eine Zufahrt möglich war und das Fahrzeug geborgen werden konnte.

Mit dem Kran des schweren Rüstfahrzeuges konnte das Fahrzeug aus dem Rückhaltebecken gehoben“, erklärte die Stadtfeuerwehr Jennersdorf.