Suche nach Kassenarzt läuft . Allgemeinmediziner Josef Ehrne verabschiedet sich im Herbst in den Ruhestand. Ärztekammer und Stadtgemeinde sind auf der Suche nach einem Nachfolger.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. Mai 2019 (03:58)
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Immer mehr Ärzte erreichen Pensionsalter
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APA (Symbolbild)

Fünf Jahre ist es her, dass Josef Ehrne auf Wunsch der Stadtgemeinde die offene Stelle als Kassenarzt angenommen hat, um die ärztliche Nahversorgung zu sichern. Damals hat der Mediziner bereits gesagt, dass er seinen auf fünf Jahre gebundenen Vertrag erfüllen wird, danach aber seinen Ruhestand antreten wird.

Mit Ende September wird es dann soweit sein, die Kassenstelle wurde vor wenigen Tagen von der Ärztekammer ausgeschrieben, um einen Nachfolger zu finden. Mit einer Förderung von 60.000 Euro (12.000 Euro pro Jahr, verteilt auf fünf Jahre) hat die Gemeinde damals dem Arzt auch einen finanziellen Anreiz gegeben, die Stelle anzunehmen.

„Bereits seit Winter 2018 führte die Ärztegruppe von JES zahlreiche sehr gute Gespräche."

Seitens der Gemeinde gibt man sich positiv gestimmt, dass man einen Nachfolger finden kann. „Bereits seit Winter 2018 führte die Ärztegruppe von JES zahlreiche sehr gute Gespräche. In diese Unterredungen waren sowohl Landeshauptmann Doskozil, als auch die Gebietskrankenkasse und die Ärztekammer eingebunden“, heißt es von Ortschef Reinhard Deutsch. Jene Arbeitsgruppe will vor allem jungen Ärzte aus dem Raum Jennersdorf ansprechen, um die freigewordene Stelle zu besetzen. Dazu Deutsch: „Wir sind interessiert, dass die frei werdenden Kassenstellen junge Medizinern aus Jennersdorf erhalten, womit ihr Verbleib in ihrer Heimatgemeinde ermöglicht wird.“

Damit dies nicht an finanziellen Hürden scheitert, hat die Stadtgemeinde angekündigt, zusätzlich zu den Förderungen des Landes, auch ihren Beitrag zu leisten.

„Wie diese Unterstützungen letztlich aussehen werden, gilt es mit den Interessenten festzulegen“, so Deutsch. Auch ÖVP-Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy sieht „dringenden Handlungsbedarf, um Ärzte zu finden.“ „Vielleicht muss man auch mutig darüber nachdenken, den jungen Ärzten ein ganzes Haus zur Verfügung zu stellen“, meint Hirczy.

Sechste Ausschreibung brachte keinen Erfolg

Weniger erfolgreich ist die Suche nach einem Gynäkologen verlaufen. Auch die sechste Ausschreibung brachte keinen Bewerber. „Wir werden die Stelle jetzt vorerst nicht ausschreiben“, heißt es dazu von der Ärztekammer.