Verein „Pulverturm“: Mahnmal-Finanzierung läuft an

Der historische Verein „Pulverturm“ organisiert gerade die Finanzierung des Mahnmals. Auch das Land will unterstützen.

David  Marousek
David Marousek Erstellt am 18. März 2021 | 12:00
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Mit Landtagspräsidentin Verena Dunst wurde das Projekt und die Intention noch einmal durchgegangen.
Foto: BVZ, David Marousek

Die Umsetzung des am 13. September prämierten Projekts „Minuten Tage Jahre“ von Jasmin Trabichler rückt immer näher. In der Vorwoche trafen sich Vereinsmitglieder, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Hobby-Historiker Thomas König und Bürgermeister Reinhard Deutsch, um unter anderem Finanzierungsmöglichkeiten zu besprechen. Laut Vereinsobmann Moritz Gieselmann sei bereits die erste Spende von einer Stiftung eingetroffen. „Wir werden in den nächsten Wochen wohl die Summe von rund 40.000 Euro erreichen“, freut sich Gieselmann. Verena Dunst versprach Unterstützung durch das Land: „Ich habe mit dem Kulturbeirat gesprochen und auch der Landeshauptmann steht hinter diesem Projekt.“

Auch Bürgermeister Deutsch ist ein Befürworter für das Mahnmal, an dessen Stelle während der Zeit des Nationalsozialismus 29 ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter starben: „Wir haben hier die breite Unterstützung vom Gemeinderat. Durch die gute Aufbereitung des Projekts und das Buch über den „Aasplatz“ haben wir gesagt, dass nichts dagegen spricht, sich dem Projekt zu widmen. Es ist eine Willkommensgeschichte.“

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Obmann Moritz Gieselmann mit Künstlerin Jasmin Trabichler am geplanten Ort.
David Marousek, David Marousek

Die Künstlerin Jasmin Trabichler, die aus dem Nordburgenland stammt, erklärt die Idee hinter dem Mahnmal: „Ich wollte etwas machen, dass auf die Geschehnisse von damals verweist. Es soll wie ein Filter wirken, denn die Farbe Blau spielt auch im Judentum eine große Rolle.“ Die Begeisterung teilt Obmann Gieselmann: „Die schwarzen Flächen sollen verdecken und die blauen auf etwas neues hinweisen.“ Zusätzlich soll auch eine Begleittafel angebracht werden, die den Hintergrund auf Deutsch, Ungarisch und Hebräisch erklären soll. Via QR-Code soll auf eine Website verwiesen werden.