Verein „Pulverturm“ will Geschichts- und Heimatmuseum. Die Hobby-Historiker Moritz Gieselmann, Franz Tamweber und Joe Posch sind gerade dabei, den Verein „Pulverturm“ zu gründen.

Von David Marousek. Erstellt am 04. September 2019 (04:19)
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Sind mitten in der Gründung des Vereins „Pulverturm“ und suchen noch Mitglieder. Franz Tamweber, Moritz Gieselmann und Joe Posch.

Jennersdorf ist bald um einen Verein reicher. Mit Moritz Gieselmann, Franz Tamweber und Joe Posch hat der künftige Verein „Pulverturm“ sein Grundgerüst gefunden. Der Verein ist zwar offiziell noch nicht gegründet, steht aber bereits in den Startlöchern. Während Gieselmann als Obmann fungieren wird, ist der Jennersdorfer Franz Tamweber als künftiger Kassier tätig.

Der Anlass für den Verein ist die Geschichte rund um das Mahnmal in der Nähe des ehemaligen Aasplatzes. Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Frühjahr 1945 in Jennersdorf 29 jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter von den Nazis erschossen und auf dem damaligen Aasplatz, neben dem ehemaligen Pulverturm hinter dem BORG Jennersdorf, verscharrt. Teile der Bevölkerung wünschten sich ein Mahnmal, um an das Geschehen zu erinnern. „Der Name ‚Pulverturm‘ passt hier als Vereinsname, da er neutral ist, sich aber dennoch auf diese Gegend in Jennersdorf bezieht“, erklärt Gieselmann. Der Verein für historisch Interessierte aus dem Bezirk Jennersdorf hat große Pläne.

„Ein Heimat- und Geschichtsmuseum, das wäre mein großes Ziel. Der gesamte Bezirk soll dort drinnen dann vorkommen, nicht nur die Stadt Jennersdorf, sondern die ganze Region“, blickt Franz Tamweber in die Zukunft. Dabei soll es aber nicht nur um politische Ereignisse gehen, wie Joe Posch betont: „Nicht nur das politische Geschehen soll vorkommen, sondern eigentlich alle lokal-historischen Ereignisse.“ Die drei Hobby-Historiker wollen damit auch Erinnerungen für künftige Generationen schaffen.